Nach WM-Debakel: Glasner wird heißer Trainer-Kandidat
- WM-Aus löst Trainerdiskussionen aus
- Oliver Glasner rückt in den Fokus
- Wie realistisch ist ein DFB-Wechsel?
- Auch die Niederlande suchen einen Trainer
Das frühe Aus bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat in Deutschland und den Niederlanden weitreichende Diskussionen ausgelöst. Während der Deutsche Fußball-Bund die Leistungen nach dem Scheitern gegen Paraguay analysiert, haben die Niederlande nach dem Rücktritt von Ronald Koeman bereits eine Trainerposition neu zu besetzen. In beiden Ländern fällt dabei immer wieder derselbe Name: Oliver Glasner.
Der 51-jährige Österreicher ist seit dem Ende seines Engagements bei Crystal Palace vereinslos und zählt deshalb zu den interessantesten verfügbaren Trainern auf dem Markt. Offizielle Kontakte mit einem der beiden Verbände sind allerdings bislang nicht bekannt.
WM-Aus löst Trainerdiskussionen aus
Deutschland verabschiedete sich überraschend bereits im Sechzehntelfinale nach einem Elfmeterschießen gegen Paraguay. Für den DFB war es bereits das dritte WM-Turnier in Folge ohne Einzug unter die besten 16 Mannschaften. Zwar betonte Bundestrainer Julian Nagelsmann unmittelbar nach dem Spiel, dass er seinen bis 2028 laufenden Vertrag erfüllen wolle, dennoch kündigte der Verband eine umfassende Analyse an.
Auch in den Niederlanden blieb die WM hinter den Erwartungen zurück. Dort zog Nationaltrainer Ronald Koeman die Konsequenzen und erklärte seinen Rücktritt. Damit begann unmittelbar die Suche nach einem Nachfolger.
Oliver Glasner rückt in den Fokus
In beiden Ländern wird inzwischen auch Oliver Glasner als möglicher Kandidat genannt. Der Oberösterreicher verfügt über reichlich internationale Erfahrung und feierte in den vergangenen Jahren mehrere große Erfolge. Mit Eintracht Frankfurt gewann er 2022 die Europa League, ehe er Crystal Palace zum Triumph in der Conference League führte.
Besonders seine Bilanz in K.-o.-Wettbewerben gilt als eines seiner größten Argumente. Glasners Mannschaften stehen für eine klare taktische Struktur, aggressives Umschaltspiel und hohe Intensität.
Wie realistisch ist ein DFB-Wechsel?
Beim DFB genießt Julian Nagelsmann weiterhin Rückhalt, insbesondere von Sportdirektor Rudi Völler. Zudem läuft sein Vertrag noch bis nach der Europameisterschaft 2028. DFB-Präsident Bernd Neuendorf machte nach dem WM-Aus jedoch deutlich, dass das Abschneiden den eigenen Ansprüchen nicht gerecht geworden sei.
Sollte es dennoch zu einem Trainerwechsel kommen, gilt Jürgen Klopp in vielen Berichten als Wunschkandidat. Der frühere Liverpool-Coach arbeitet derzeit für Red Bull und äußerte sich zuletzt zurückhaltend zu entsprechenden Spekulationen. Glasner wird deshalb eher als realistische Alternative gehandelt, zumal er aktuell ohne Verein ist.
Auch die Niederlande suchen einen Trainer
In den Niederlanden könnte Glasners Ausgangslage sogar noch interessanter sein. Medien-Berichten zufolge soll es bereits im vergangenen Winter Gespräche zwischen dem Österreicher und Verbandsvertretern gegeben haben. Damals kam es jedoch zu keiner Einigung.
Nach Koemans Rücktritt könnten diese Überlegungen nun wieder aktuell werden. Glasner würde dabei in große Fußstapfen treten: Mit Ernst Happel führte bereits ein österreichischer Trainer die Niederlande 1978 bis ins WM-Finale.