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ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll äußert sich zur WM 2026.
ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll lehnt einen WM-Boykott ab.
ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll lehnt einen WM-Boykott ab.
Philipp Horak / VGN Medien Holding / picturedesk.com

WM-Boykott: Jetzt spricht der ÖFB-Boss

09.03.2026 um 10:36, Yunus Emre Kurt
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ÖFB lehnt einen Boykott der WM 2026 klar ab. Josef Pröll setzt trotz geopolitischer Spannungen auf Vorbereitung und Sicherheit für Fans.

ÖFB bleibt bei seiner Linie: Ein Boykott der Weltmeisterschaft 2026 kommt für den Österreichischen Fußball-Bund derzeit nicht infrage. Trotz der angespannten geopolitischen Lage sieht der ÖFB keinen Anlass, die Teilnahme am Turnier in Nordamerika infrage zu stellen.

ÖFB hält an WM-Teilnahme fest

Die Diskussion über mögliche politische Konsequenzen nach dem US-Angriff auf den Iran hat auch den internationalen Fußball erreicht. Für den Österreichischen Fußball-Bund steht jedoch fest: Ein Boykott der Weltmeisterschaft 2026 kommt aktuell nicht infrage.

ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll stellte dies in der ORF-Sendung „Sport am Sonntag“ klar. Trotz der angespannten geopolitischen Lage sieht er keinen Grund, die Teilnahme am Turnier infrage zu stellen.

„Ich halte grundsätzlich von Boykotten, in einem Stadium, in dem wir jetzt sind, auch zur WM-Frage nichts“, erklärte Pröll. Stattdessen müsse der Fokus weiterhin auf der sportlichen Vorbereitung liegen.

Fokus auf sportliche Vorbereitung

Für Österreich ist die kommende Weltmeisterschaft ein besonderes Ereignis. Nach 28 Jahren Pause gelang dem Nationalteam zuletzt wieder die Qualifikation für das größte Turnier im Weltfußball.

Umso wichtiger sei es nun, sich konsequent auf das Turnier vorzubereiten. „Wir sollten uns weiter fokussiert und klar vorbereiten auf die WM“, betonte Pröll.

Die WM 2026 wird erstmals von drei Gastgeberländern gemeinsam organisiert. Die Spiele finden in den USA, Kanada und Mexiko statt. Insgesamt werden 48 Teams teilnehmen, so viele wie noch nie zuvor.

Task Force für Fans geplant

Neben der sportlichen Vorbereitung beschäftigt sich der ÖFB auch intensiv mit organisatorischen Fragen rund um die Teilnahme österreichischer Fans.

Pröll erklärte, dass der Verband bereits in engem Austausch mit österreichischen Behörden steht.

„Wir haben einen sehr engen Kontakt zum Außenministerium und zum Innenministerium“, sagte er.

Gemeinsam mit diesen Stellen soll eine Task Force eingerichtet werden. Ziel sei es, die Sicherheitslage rund um das Turnier zu beobachten und Fans praktische Informationen für ihre Reise zur Verfügung zu stellen.

„Wir wollen einerseits beobachten, wie sich die Lage entwickelt. Andererseits wollen wir auch zeigen, wie Fans an der WM teilnehmen können“, erklärte Pröll.

Herausfordernde Gruppenphase

Sportlich wartet auf Österreich eine anspruchsvolle Gruppenphase. Das Team trifft bei der Weltmeisterschaft auf Argentinien, Algerien und Jordanien.

Die Spiele des österreichischen Nationalteams werden in drei US-Städten ausgetragen: Dallas, Kansas City und Santa Clara.

Vor allem das Duell mit Weltmeister Argentinien dürfte für besondere Aufmerksamkeit sorgen. Gleichzeitig hoffen Fans und Verantwortliche, dass das Team nach der langen WM-Pause eine erfolgreiche Rolle beim Turnier spielen kann.

Fußball und Politik

Die aktuelle Diskussion zeigt einmal mehr, wie eng Politik und Sport miteinander verbunden sein können. Internationale Konflikte werfen immer wieder Fragen über mögliche Auswirkungen auf große Sportveranstaltungen auf.

Für den ÖFB steht derzeit jedoch fest: Die Teilnahme Österreichs an der Weltmeisterschaft steht nicht zur Debatte.

Der Fokus bleibt klar auf der Vorbereitung, sowohl sportlich als auch organisatorisch.

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