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Fans verabschieden die iranische Nationalmannschaft zur WM 2026.
Fußball-Weltmeisterschaft: Irans Nationalteam darf nur an Spieltagen in die USA einreisen.
Fußball-Weltmeisterschaft: Irans Nationalteam darf nur an Spieltagen in die USA einreisen.
APA-Images / REUTERS / Victor Medina

WM-Wirbel: Iran-Team muss die USA sofort wieder verlassen

08.06.2026 um 10:52, Yunus Emre Kurt
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USA verhängen strenge WM-Regeln: Irans Nationalteam darf für seine Spiele zwar in die USA reisen, muss das Land aber unmittelbar danach wieder verlassen.

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Wenige Tage vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft sorgt eine politische Entscheidung für Aufsehen. Die iranische Nationalmannschaft darf zwar an ihren Spielen in den USA teilnehmen, muss das Land aber unmittelbar nach den Partien wieder verlassen. 

Die außergewöhnlichen Auflagen stellen das Team vor enorme organisatorische Herausforderungen und sorgen bereits jetzt für heftige Kritik.

Spieler dürfen nur für Spiele einreisen

Wie der iranische Botschafter in Mexiko erklärte, erhalten die Spieler des Nationalteams lediglich eine begrenzte Einreisegenehmigung. Demnach dürfen sie an ihren jeweiligen Spieltagen in die Vereinigten Staaten reisen, müssen das Land nach den Begegnungen jedoch wieder verlassen und in ihr Quartier im mexikanischen Tijuana zurückkehren. 

Für die Mannschaft bedeutet das zusätzliche Reisen und einen deutlich höheren organisatorischen Aufwand während des Turniers.

Fußball-WM: Visa-Probleme für Funktionäre

Nicht nur die Spieler sind betroffen. Nach Angaben iranischer Medien warten mehrere Funktionäre des Fußballverbandes weiterhin auf ihre Einreisegenehmigungen. Insgesamt sollen rund 15 Mitglieder der Delegation bislang kein Visum für die USA erhalten haben. 

Darunter befinden sich laut Berichten auch hochrangige Verbandsvertreter, Mitglieder der Sicherheitsabteilung, Mitarbeiter des Außenministeriums sowie der Pressesprecher der Nationalmannschaft. Besonders brisant: Auch Verbandspräsident Mehdi Taj soll bislang keine Einreiseerlaubnis erhalten haben.

Verband spricht von politischer Einmischung

Der iranische Fußballverband reagierte scharf auf die Maßnahmen. Die Verantwortlichen sprechen von einer politischen Einmischung in den Sport und kritisieren die US-Behörden deutlich. Nach Ansicht des Verbandes dürften politische Spannungen keinen Einfluss auf sportliche Großveranstaltungen haben. 

Die Hoffnung auf eine Lösung bleibt dennoch bestehen. Die betroffenen Funktionäre sollen die Mannschaft nach Mexiko begleiten und dort erneut Visa-Anträge stellen.

Krieg überschattet WM-Vorbereitung

Hintergrund der Einschränkungen ist die angespannte politische Lage zwischen den USA und dem Iran. Bereits Ende Mai hatte der iranische Fußballverband Konsequenzen gezogen und sein ursprünglich geplantes Trainingslager in Arizona abgesagt. 

Stattdessen verlegte das Team seine Vorbereitung ins mexikanische Tijuana, unmittelbar an der Grenze zu Kalifornien. Dort wird die Mannschaft nun auch während der WM untergebracht sein.

Enorme Reisestrapazen drohen

Für die Spieler bedeutet die aktuelle Situation zusätzliche Belastungen. Die ersten beiden Gruppenspiele gegen Neuseeland und Belgien finden in Los Angeles statt. Nach dem Schlusspfiff bleibt dem Team jeweils nur wenig Zeit, um die USA wieder zu verlassen. 

Noch aufwendiger gestaltet sich die Reise zum dritten Gruppenspiel gegen Ägypten in Seattle. Die Stadt liegt mehr als 1.700 Kilometer Luftlinie vom Teamquartier in Mexiko entfernt.

Auch Irak berichtet von Problemen

Nicht nur der Iran hatte Schwierigkeiten bei der Einreise. Auch die irakische Nationalmannschaft meldete Probleme mit den US-Behörden. Dem Teamfotografen Talal Salah wurde die Einreise nach Chicago verweigert. Nationalspieler Aymen Hussein musste laut Teamvertretern mehrere Stunden lang befragt werden, bevor er schließlich ins Land einreisen durfte.

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