Countdown: Diese Gegner testet Österreich vor der WM
Inhalt
- Bewusst keine europäischen Gegner
- Trainingslager und neuer ÖFB-Campus
- WM-Generalprobe in Kalifornien geplant
- Quartierfrage noch offen
Der Countdown zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 läuft und der ÖFB hat nun den Fahrplan für die entscheidende Vorbereitungsphase fixiert. Österreichs Nationalteam bestreitet im Frühjahr drei Heim-Länderspiele, ehe es Anfang Juni zur unmittelbaren WM-Vorbereitung nach Nordamerika geht. Das gab der Österreichische Fußball-Bund am Dienstag offiziell bekannt.
Den Auftakt macht ein Doppeltermin Ende März: Am 27. März (18.00 Uhr) trifft die Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick im Ernst-Happel-Stadion auf Ghana, am 31. März (20.45 Uhr) folgt das Duell mit Südkorea, ebenfalls in Wien. Das dritte Heimspiel steigt am 1. Juni (20.45 Uhr) gegen Tunesien und bildet den Abschluss der Europa-Vorbereitung.
Bewusst keine europäischen Gegner
Die Auswahl der Testspielgegner erfolgte gezielt. „Die Gegner sind mit der sportlichen Führung abgestimmt und sollen zur Vorbereitung auf die WM dienen. Wir haben bewusst gesagt, dass wir gegen keine Europäer spielen wollen“, erklärte ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold.
Hintergrund ist die Gruppenphase der WM 2026, in der Österreich auf Jordanien, Argentinien und Algerien trifft. Besonders das Tunesien-Spiel gilt als wichtiger Probegalopp mit Blick auf das Duell mit Algerien. Ein ursprünglich geplantes Heimspiel gegen Ecuador kam dagegen nicht zustande. „Aus wirtschaftlichen Gründen“, wie Neuhold bestätigte. Die geforderten Antrittsgelder seien für den ÖFB nicht tragbar gewesen.
Trainingslager und neuer ÖFB-Campus
Bereits vor den ersten beiden Heimspielen reist das Nationalteam zu einem viertägigen Kurz-Trainingslager nach Marbella. Am Tag vor dem Ghana-Spiel kehrt der Tross nach Wien zurück. Zwischen den beiden März-Länderspielen bleibt das Team in der Bundeshauptstadt und trainiert am neuen ÖFB-Campus in Aspern, der damit erstmals eine zentrale Rolle in der WM-Vorbereitung einnimmt.
Wo sich das Team Ende Mai zur finalen Phase sammelt, ist noch offen. Fix ist hingegen der Abflug nach Nordamerika am 4. Juni, drei Tage nach dem Tunesien-Spiel.
WM-Generalprobe in Kalifornien geplant
Die letzte Standortbestimmung vor dem Turnier soll zwischen 8. und 10. Juni im Großraum Los Angeles stattfinden. Gegner und Spielort sind derzeit noch Gegenstand von Verhandlungen. „Es gibt ein paar Optionen, was Gegner und Venue betrifft“, so Neuhold. Als mögliche Kontrahenten kommen Teams aus Mittel- und Südamerika sowie Afrika infrage.
Ein Länderspiel auf US-amerikanischem Boden sei organisatorisch herausfordernd, betont der ÖFB-Geschäftsführer: „Ein Spiel mit einem zweiten ausländischen Verband in den USA abzuwickeln, ist keine einfache Sache.“
Quartierfrage noch offen
Auch abseits des Rasens laufen die Planungen auf Hochtouren. Noch nicht final geklärt ist, wo das österreichische Team während der WM residieren wird. Der ÖFB verhandelt derzeit mit der FIFA, einer Ausrichterstadt sowie potenziellen Quartieren und Trainingszentren in Kalifornien.
„Wir brauchen hundertprozentige Klarheit sowie rechtliche und wirtschaftliche Planungssicherheit“, stellte Neuhold klar. Man werde sich „nicht auf irgendwelche Abenteuer einlassen“. Eine Entscheidung wird in den kommenden ein bis zwei Wochen erwartet.