Nach ÖFB-Aus: Schöttel Nachfolger gesucht
Nachdem die Trennung zwischen dem Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) und seinem langjährigen Sportdirektor Peter Schöttel offiziell vollzogen wurde, läuft die Suche nach einer Nachfolge auf Hochtouren. Während der ehemalige Nationalspieler Sebastian Prödl weiterhin als aussichtsreichster Kandidat auf den Posten gilt, wird die Liste der Interessenten länger: Auch Rapid-Sportchef Markus Katzer soll laut den Salzburger Nachrichten ein Auge auf die vakante Spitzenposition im Verband haben.
Favorit Sebastian Prödl und Interesse von Rapid-Boss Markus Katzer
In der Debatte um die Schöttel-Nachfolge nimmt Sebastian Prödl seit Beginn der Spekulationen die Favoritenrolle ein. Der 73-fache Teamspieler bringt sowohl internationale Erfahrung als auch die nötige Verankerung im österreichischen Fußball mit. Allerdings haben sich die Optionen für das Präsidium des ÖFB zuletzt erweitert.
Laut Medienberichten, zeigt auch Markus Katzer Interesse an der Aufgabe beim ÖFB. Der 46-jährige Wiener amtiert seit Jahresbeginn 2023 als Geschäftsführer Sport beim SK Rapid. Zuvor sammelte Katzer Führungserfahrung beim Traditionsverein First Vienna FC 1894, wo er als Sportdirektor und interimistischer Spielertrainer tätig war.
Prominente Kandidaten: Von Marc Janko bis Peter Stöger
Neben den beiden Hauptkonkurrenten stehen weitere bekannte Persönlichkeiten des heimischen Fußballs im Raum. Der Kreis der potenziellen Nachfolger umfasst sowohl externe Fachexperten als auch verbandsinterne Lösungen:
- Marc Janko: Der Ex-ÖFB-Teamstürmer und heutige TV-Analytiker wird als moderne und medienaffine Option gehandelt.
- Stefan Oesen: Der aktuelle Co-Trainer des österreichischen Nationalteams kennt die Strukturen der A-Mannschaft aus nächster Nähe.
- Peter Stöger: Der erfahrene Fachtrainer bringt umfassende Routine aus der deutschen Bundesliga und der heimischen Liga mit.
- Günter Kreissl: Als Verantwortlicher für die Nachwuchsförderung und Tormannausbildung beim ÖFB gilt Kreissl als starke interne Option mit genauer Kenntnis der Verbandsstrukturen.
Zeitplan des ÖFB: Entscheidung bis Jahresende
Obwohl der Abgang von Peter Schöttel rasch vollzogen wurde, möchte der Verband bei der Neubesetzung der Schlüsselposition keine Schnellschüsse tätigen. Das ÖFB-Präsidium evaluiert derzeit das Anforderungsprofil sowie die formelle Kandidatenliste.
Bis Ende des Jahres 2026 soll feststehen, wer die sportliche Ausrichtung des Verbandes in den kommenden Jahren maßgeblich gestalten und den Nachwuchs- sowie Herrenbereich koordinieren wird.