Kühbauer reagiert auf Gladbach-Gerüchte: „Müssen schauen.."
Dietmar Kühbauer hat den LASK zum Double und in die Champions League geführt, entsprechend wächst auch das Interesse an seiner Person. Nun wird der 55-Jährige mit dem vakanten Trainerposten bei Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht. Nach dem 1:2 im Bundesliga-Topspiel bei Sturm Graz wurde Kühbauer bei Sky direkt auf die Gerüchte angesprochen. Seine Antwort fiel eindeutig aus: Aktuell beschäftigt ihn vor allem die erste Liga-Niederlage der Saison.
Kühbauer bei Gladbach im Gespräch
Bei Borussia Mönchengladbach läuft nach einem völlig misslungenen Saisonstart die Suche nach einem neuen Cheftrainer. Eugen Polanski musste nach drei Niederlagen in den ersten drei Bundesliga-Spielen seinen Posten räumen. Interimistisch übernimmt Co-Trainer Jan-Moritz Lichte.
Als mögliche Nachfolger werden mehrere Trainer gehandelt. Dazu zählen unter anderem Horst Steffen, Christian Eichner, Ole Werner und Alexander Blessin. Laut österreichischen Medienberichten soll auch Kühbauer auf der Liste des deutschen Traditionsklubs stehen.
Das Interesse wäre angesichts seiner jüngsten Erfolge wenig überraschend. Der Burgenländer führte den LASK in der vergangenen Saison zum österreichischen Meistertitel und Cupsieg und qualifizierte die Linzer anschließend sensationell für die Champions League.
So reagiert Kühbauer auf die Gerüchte
Nach der Partie bei Sturm Graz wollte Kühbauer von einem möglichen Wechsel nach Deutschland allerdings wenig wissen. Auf die Frage, ob ihn das Interesse aus Mönchengladbach zum Nachdenken bringe, verwies er ausschließlich auf das verlorene Spiel.
„Was mich zum Nachdenken bewegt, ist, dass wir heute das Spiel verloren haben und dass wir schauen müssen, diese Sachen nicht mehr zu machen. Das ist das Einzige, was mich heute bewegt und zum Nachdenken bringt.“, erklärte der LASK-Coach bei Sky. Seine Mannschaft müsse analysieren, welche Fehler sie künftig vermeiden müsse. Das sei aktuell das Einzige, womit er sich beschäftige.
Ein Dementi eines möglichen Gladbach-Interesses war das zwar nicht. Kühbauer machte allerdings deutlich, dass sein unmittelbarer Fokus weiterhin auf seiner Arbeit in Linz liegt.
Erste Liga-Pleite für den LASK
Für zusätzlichen Frust sorgte die 1:2-Niederlage in Graz. Der LASK war mit fünf Siegen aus den ersten fünf Meisterschaftsspielen perfekt in die Saison gestartet und hatte vor dem Spitzenspiel die Tabelle angeführt.
Kühbauer zeigte sich nach dem Abpfiff auch mit der Spielweise von Sturm wenig zufrieden. Der Vizemeister habe sich stark auf die Defensive konzentriert. Mit Blick auf den Spielaufbau der Grazer sprach er davon, dass „hoch und weit“ häufig das bevorzugte Mittel gewesen sei.
Für Diskussionen sorgte zudem eine mögliche Elfmeterszene an Florian Flecker in der Schlussphase. Wegen eines Stromausfalls bei der TV-Produktion standen dem VAR zu diesem Zeitpunkt keine Bilder zur Verfügung.
Kühbauer längst für höhere Aufgaben gehandelt
Dass Kühbauers Name bei einem deutschen Bundesligisten auftaucht, kommt nicht völlig überraschend. Sky-Experte Dietmar Hamann hatte erst vor wenigen Tagen erklärt, er habe bereits im Sommer mit einem Wechsel des LASK-Trainers nach Deutschland gerechnet.
Hamann traut Kühbauer den Sprung in eine größere Liga jedenfalls zu. Besonders beeindruckt zeigt er sich davon, wie geschlossen die Linzer Mannschaft hinter ihrem Trainer steht.