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Innsbruck, AUT, OeSV Einkleidung Winterkollektion, im Bild Noah Geihseder.
Noah Geihseder beendet seine aktive Karriere mit sofortiger Wirkung.
Noah Geihseder beendet seine aktive Karriere mit sofortiger Wirkung.
APA-Images / EXPA / Matic Klansek

Noah Geihseder: Ski-Talent hört mit 24 auf

27.01.2026 um 15:47, Yunus Emre Kurt
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Nach 20 Jahren im Spitzensport zieht Noah Geihseder überraschend die Reißleine und spricht offen auf Social-Media über Gründe und Zweifel.

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Mit nur 24 Jahren hat der alpine Skifahrer Noah Geihseder am 26. Jänner 2026 einen überraschenden Schlussstrich gezogen. In einem persönlichen Statement gab der Athlet vom SC Wagrain bekannt, seine aktive Rennkarriere mit sofortiger Wirkung zu beenden. Worte, die schwer wiegen – und einen langen inneren Prozess widerspiegeln.

„20 Jahre lang war dieser Sport mein Leben und hat meinen Alltag bestimmt. Mit dem heutigen Tag ändert sich das“, erklärte Geihseder. Er werde zu keinen weiteren Rennen mehr an den Start gehen. Ein Entschluss, der nicht aus einer Laune heraus entstand, sondern das Ergebnis intensiver Überlegungen ist.

20 Jahre Ski

Der Pongauer blickt trotz des frühen Karriereendes nicht verbittert zurück. Ganz im Gegenteil. „Ich blicke auf 20 erfolgreiche, lehrreiche und vor allem tolle Jahre zurück“, so der Kleinarler. Der Skisport habe ihm nicht nur sportlich viel gegeben, sondern auch persönlich. Reisen, Begegnungen und Erfahrungen hätten ihn geprägt, auch dann, wenn nicht alles nach Plan verlief.

Dabei zeigt sich Geihseder selbstkritisch: „Ich war mit Sicherheit nicht immer der einfachste Charakter und habe bestimmt den ein oder anderen Fehler gemacht.“ Gleichzeitig betont er, dass er sich selbst immer treu geblieben sei.

Verlust des Kaderstatus als Wendepunkt

Ein entscheidender Einschnitt kam bereits in der Saison 2023/24. Damals verlor Geihseder seinen Kaderstatus beim ÖSV. Auch für den Winter 2024/25 wurde er vom Verband nicht mehr berücksichtigt. „Ich war schon sehr überrascht“, sagte er damals gegenüber der „Krone“.

Alleine kämpfen im FIS-Bereich

Trotz dieser Rückschläge gab Geihseder nicht auf. Er blieb dem Rennsport treu und startete zuletzt im FIS-Bereich. Doch der Weg ohne Verband im Rücken ist steinig und verlangt enorme Opfer. Sportlich konnte er dennoch Akzente setzen: Platz 23 im Europacup-Riesentorlauf von Narvik sowie Rang fünf im Super-G bei der Junioren-Weltmeisterschaft in St. Anton zählen zu seinen größten Erfolgen.

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