Schock beim BVB: Darum beendet Süle plötzlich seine Karriere
Inhalt
- Schockmoment in Hoffenheim
- MRT bringt die Entscheidung
- Familie wird wichtiger
- Emotionaler Abschied aus Dortmund
- Letzter Einsatz noch möglich
Niklas Süle sorgt mit einer überraschenden Entscheidung für Schlagzeilen. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund beendet nach dieser Saison seine Karriere und das bereits im Alter von nur 30 Jahren. Bekannt gab der ehemalige deutsche Nationalspieler seinen Entschluss im Podcast „Spielmacher“. Obwohl sein Vertrag beim BVB eigentlich noch bis Sommer 2026 läuft, zieht Süle nun einen vorzeitigen Schlussstrich.
Für viele Fans kommt die Entscheidung überraschend. Schließlich befindet sich Dortmund aktuell noch mitten im Titelrennen der Bundesliga.
Schockmoment in Hoffenheim
Der entscheidende Wendepunkt kam für Süle offenbar bei einem Spiel an alter Wirkungsstätte. Beim Auswärtsspiel in Hoffenheim verletzte sich der Verteidiger am Knie. In der Kabine folgte der große Schock. Beim sogenannten Schubladentest gab es zunächst Hinweise auf einen möglichen Kreuzbandriss, eine Diagnose, die Süle nur zu gut kennt.
Bereits zweimal hatte der Abwehrspieler in seiner Karriere einen Kreuzbandriss erlitten: 2014 bei Hoffenheim und 2019 im Trikot des FC Bayern München. Die Angst vor einer dritten schweren Verletzung traf ihn offenbar besonders hart.
MRT bringt die Entscheidung
Erst am nächsten Tag brachte eine MRT-Untersuchung Entwarnung. Das Kreuzband war nicht erneut gerissen. Doch genau dieser Moment veränderte laut Süle alles. Nach der Erleichterung sei ihm „zu tausend Prozent klar“ gewesen, dass er seine Karriere im Sommer beenden werde. Die Vorstellung, noch einmal eine lange Reha und eine schwere Verletzung durchmachen zu müssen, wollte er sich nicht mehr zumuten.
Familie wird wichtiger
Neben den gesundheitlichen Problemen spielte für Süle vor allem seine Familie eine zentrale Rolle bei der Entscheidung. Der Verteidiger erklärte, er sehne sich nach einem Leben ohne ständigen Leistungsdruck, Schmerzen und Reha-Phasen. Stattdessen wolle er mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen und unabhängiger leben. Besonders wichtig sei ihm, dass seine Kinder seine Entscheidung nachvollziehen können. Er wolle, dass sie verstehen, warum er seine große Leidenschaft bereits mit 30 Jahren beendet.
Emotionaler Abschied aus Dortmund
Seit seinem Wechsel von Bayern München zum BVB im Sommer 2022 absolvierte Süle insgesamt 109 Pflichtspiele für Borussia Dortmund. Der 49-fache deutsche Nationalspieler spricht dabei mit großer Emotionalität über seine Zeit in Dortmund. Vor allem die Fans und die Atmosphäre im Stadion hätten ihn geprägt. „Die Menschen hier sind offen, herzlich und ehrlich“, erklärte Süle. Auch seine Kinder seien mittlerweile eng mit der Stadt verbunden.
Zu seinen emotionalsten Erinnerungen zählt der dramatische Meisterkampf in seiner ersten Saison beim BVB. Besonders die Stimmung rund um das entscheidende Spiel gegen Mainz sei für ihn unvergesslich geblieben.
Letzter Einsatz noch möglich
Sportlich könnte Süle dennoch noch ein letzter besonderer Moment bevorstehen. Nach seiner Knieverletzung hofft der Verteidiger auf einen Einsatz in den verbleibenden Spielen der Saison. Im Idealfall würde er gerne noch sein 300. Bundesligaspiel absolvieren, vor 80.000 Fans in Dortmund und gemeinsam mit seiner Familie.