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30.11.2025, Ruka, Kuusamo, FIN, FIS Weltcup Nordische Kombination, Ruka, Herren Massenstart, Langlauf 10Km.
Mario Seidl beendet seine Karriere mit 33 Jahren im Februar.
Mario Seidl beendet seine Karriere mit 33 Jahren im Februar.
Kuusamo / / Finnland

Karriere-Aus: Olympia-Held hört auf

27.01.2026 um 10:09, Yunus Emre Kurt
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Nach Team-Bronze bei WM und Olympia sowie acht Weltcup-Podestplätzen endet im Februar eine Karriere, die ein langes Dopingverfahren geprägt haben.

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Mario Seidl zieht einen Schlussstrich. Der Salzburger Nordische Kombinierer hat am Montag via Instagram sein Karriereende bekannt gegeben. Mit 33 Jahren verabschiedet sich Seidl im Februar aus dem internationalen Spitzensport. In den vergangenen Monaten habe er gemerkt, dass Körper und Geist den enormen Anforderungen der Weltspitze nicht mehr gewachsen seien, erklärte der Athlet.

„Es fühlt sich richtig an, jetzt loszulassen“, ließ Seidl seine Fans wissen. Für den Olympia-Kader für Mailand/Cortina wurde er nicht mehr berücksichtigt, dort vertreten Johannes Lamparter sowie Stefan und Thomas Rettenegger die österreichischen Farben.

Erfolge vor allem im Team

Sportlich prägten vor allem Teamerfolge Seidls Laufbahn. Bei den Weltmeisterschaften 2017 in Lahti gewann er gemeinsam mit dem österreichischen Team die Bronzemedaille. Ein Jahr später folgte mit Bronze bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang der größte Erfolg seiner Karriere.

Sportlich prägten vor allem Teamerfolge Seidls Laufbahn. Bei den Weltmeisterschaften 2017 in Lahti gewann er gemeinsam mit dem österreichischen Team die Bronzemedaille. Ein Jahr später folgte mit Bronze bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang der größte Erfolg seiner Karriere.

Ein Schatten über der Karriere

Neben sportlichen Erfolgen sorgte jedoch auch ein langjähriges Dopingverfahren für Schlagzeilen. Nach einer auffälligen Blutkontrolle leitete die Nationale Anti-Doping Agentur Austria im Jänner 2020 ein Verfahren wegen Blutdopings gegen Seidl ein.

Erst mehr als fünf Jahre später fiel die endgültige Entscheidung: Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) verhängte im Mai 2025 rückwirkend eine vierjährige Sperre. Infolge dessen wurden Seidl sämtliche Ergebnisse zwischen Ende November 2019 und Ende November 2023 aberkannt. Auch Erfolge aus dem Frühjahr 2019 verloren ihre Gültigkeit.

Besonders schmerzhaft: Zwei Team-Bronzemedaillen bei den Weltmeisterschaften in Seefeld 2019 und Oberstdorf 2021 wurden ihm nachträglich aberkannt. Seidl beteuerte auch nach dem letztinstanzlichen Urteil stets seine Unschuld.

Sportlicher Abschied in Seefeld

Trotz der belastenden Jahre blieb Seidl dem Sport treu. In der laufenden Saison schaffte er beim Weltcup-Auftakt in Ruka noch einmal einen respektablen 18. Platz. Seinen sportlichen Abschied plant er nun bewusst: Beim Nordic Combined Triple in Seefeld will er ein letztes Mal auf großer Bühne antreten.

Sollten die Wettkämpfe gut verlaufen, könnte sich der Salzburger sogar noch einen persönlichen Traum erfüllen. Seidl liebäugelt damit, zum Abschluss seiner Karriere beim Skifliegen am Kulm an den Start zu gehen.

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