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Marina Piller bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. Die ehemalige italienische Langläuferin spricht über den tragischen Tod ihrer Tochter nach der Geburt.
Die ehemalige italienische Langläuferin Marina Piller verlor ihre Tochter kurz nach der Geburt. Sie spricht erstmals über die Tragödie und die gerichtliche Aufarbeitung des Falls.
Die ehemalige italienische Langläuferin Marina Piller verlor ihre Tochter kurz nach der Geburt. Sie spricht erstmals über die Tragödie und die gerichtliche Aufarbeitung des Falls.
APA-Images / EPA / HENDRIK SCHMIDT

Ex-Olympia-Star verlor Baby: "Niemand hat um Entschuldigung gebeten"

23.07.2026 um 16:13, Jovana Borojevic
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Marina Piller spricht erstmals über den Tod ihrer Tochter nach der Geburt. Sie erhebt schwere Vorwürfe gegen die Ärzte und schildert dramatische Details.

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Marina Piller spricht über den größten Schmerz ihres Lebens. Die ehemalige italienische Langläuferin verlor ihre Tochter Viola kurz nach der Geburt. Sieben Jahre nach der Tragödie bricht die dreifache Olympiateilnehmerin ihr Schweigen und schildert die dramatischen Ereignisse. Besonders der Umgang der Ärzte lässt sie bis heute nicht los.

Marina Piller verlor ihre Tochter kurz nach der Geburt

Für Marina Piller wurde der 10. Juli 2019 zum schlimmsten Tag ihres Lebens. Die frühere Langläuferin brachte ihre Tochter Viola zur Welt. Doch aus dem erhofften Familienglück wurde eine Tragödie.

Wie Piller im Interview mit dem Corriere della Sera erzählt, sei ihre Tochter unmittelbar nach der Geburt von den Ärzten in einen anderen Raum gebracht worden. Sie und ihr Ehemann seien allein zurückgeblieben, obwohl die Geburt zuvor ruhig verlaufen sei.

Marina Piller kritisiert den Umgang der Ärzte

Kurze Zeit später hätten die Ärzte das Zimmer betreten und den Eltern mitgeteilt, dass ihre Tochter gestorben sei. Was danach geschah, hat sich tief in ihr Gedächtnis eingebrannt.

„Sie haben sie uns weggenommen und sind dann zurückgekommen, um uns zu sagen, dass sie tot ist. Ohne ein Wort des Trostes oder eine Erklärung. Danach waren sie einfach verschwunden“, erinnert sich die 41-Jährige.

Bis heute schmerzt sie besonders, dass sich nach ihren Worten niemand bei ihr entschuldigt habe. „In sieben Jahren hat mich niemand um Entschuldigung gebeten“, sagt Piller.

Gericht spricht Marina Piller mehr als 800.000 Euro zu

Der Fall wurde schließlich vor Gericht verhandelt. Das Zivilgericht in Udine verurteilte den zuständigen Gesundheitsbetrieb im April zu einer Schadenersatzzahlung von mehr als 800.000 Euro an Marina Piller, ihren Ehemann und enge Familienangehörige.

Nach den Feststellungen des Gerichts starb das Neugeborene an den Folgen eines Sauerstoffmangels, der vermutlich durch das Abklemmen der Nabelschnur verursacht wurde.

Für die ehemalige Spitzensportlerin ist das Urteil dennoch nur ein kleiner Trost. „Das Geld interessiert mich nicht. Nichts wird uns unsere Viola zurückbringen. Meine Tochter hatte das Recht zu leben und wir hatten das Recht, sie aufwachsen zu sehen“, sagt sie.

Marina Piller will Schmerzensgeld für ein Herzensprojekt einsetzen

Die zugesprochene Entschädigung möchte Marina Piller nicht für sich behalten. Stattdessen plant sie, das Geld in ein Projekt für Menschen mit Behinderung zu investieren.

Außerdem möchte sie Eltern unterstützen, die ein ähnliches Schicksal erlebt haben. Ihr größter Wunsch sei, dass Familien künftig niemals einen vergleichbaren Verlust durchmachen müssen.

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