Weltcup in Sölden: Brennsteiner auf Podestkurs
- Brennsteiner auf Podestkurs: ÖSV-Ass lauert auf Platz drei
- Pinheiro Braathen führt – Bitteres Aus für Marco Schwarz
- Wind erzwingt Verkürzung – Briten-Juwel überrascht
Hochspannung beim alpinen Saisonauftakt der Herren auf dem Rettenbachferner in Sölden: Im ersten Riesentorlauf des Weltcup-Winters 2026/27 hat sich Stefan Brennsteiner als Dritter eine glänzende Ausgangsposition für den Finaldurchgang erarbeitet. Während Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen zur Halbzeit führt, erlebte ÖSV-Star Marco Schwarz mit einem Ausfall nach nur wenigen Toren einen bitteren Start.
Brennsteiner auf Podestkurs: ÖSV-Ass lauert auf Platz drei
Der Salzburger Stefan Brennsteiner zeigte am Sonntagmorgen eine starke Leistung und schob sich mit 0,49 Sekunden Rückstand auf die Spitze auf den dritten Rang. Obwohl er im steilen Mittelteil noch etwas zu verhalten agierte, blickt der 35-Jährige zuversichtlich auf das Finale: „Im Steilhang war es ein bisschen zu brav, da hätte ich mehr Attacke suchen können. Aber im zweiten Durchgang geht es besser.“ Neben Brennsteiner schafften es aus dem ÖSV-Team auch Patrick Feurstein (15.), Joshua Sturm (17.) und Weltmeister Raphael Haaser (20.) in die Entscheidung der besten 30.
Pinheiro Braathen führt – Bitteres Aus für Marco Schwarz
Die Halbzeitführung sicherte sich der für Brasilien startende Lucas Pinheiro Braathen, der 0,24 Sekunden vor dem Schweizer Loic Meillard und Vorjahressieger Marco Odermatt (4., +0,55 Sek.) liegt. Einen herben Dämpfer gab es hingegen für Marco Schwarz: Der Kärntner verlor bereits nach vier Toren die Ideallinie auf dem Außenski und schied aus. „Ein bitterer Start, aber die ganze Saison liegt noch vor mir“, gab sich Schwarz nach seinem Blitz-Aus gefasst.
Wind erzwingt Verkürzung – Briten-Juwel überrascht
Das Wetter forderte den Rennläufern alles ab. Aufgrund heftiger Windböen im obersten Streckenabschnitt musste das Rennen vom Reservestart aus gestartet werden, wodurch die Strecke um zehn Tore verkürzt wurde. Für die große Überraschung des Durchgangs sorgte das 19-jährige britische Ausnahmetalent Freddy Carrick-Smith: Mit der hohen Startnummer 46 katapultierte er sich mit nur 1,37 Sekunden Rückstand auf den beachtlichen 21. Zwischenrang und qualifizierte sich souverän für das Finale.