Luca Weinhandl: So erfuhr er von seiner ÖFB-Nominierung
Für Luca Weinhandl ging am Montag ein großer Traum in Erfüllung. Der erst 17-jährige Mittelfeldspieler des SK Sturm Graz wurde von Teamchef Ralf Rangnick erstmals in den Kader der österreichischen A-Nationalmannschaft berufen. Nun hat das Sturm-Talent verraten, wie es von der Nominierung erfahren hat und wer die erfreuliche Nachricht unmittelbar danach als Erste zu hören bekam.
Rangnick ruft Weinhandl persönlich an
Weinhandl hatte am Montag, 2. November, trainingsfrei, als plötzlich sein Telefon klingelte. Am anderen Ende der Leitung war niemand Geringerer als ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick.
Der Nationaltrainer überbrachte dem Sturm-Profi persönlich die Nachricht, dass er für die beiden Nations-League-Spiele gegen Irland und Israel erstmals zum A-Team gehören wird.
„Da habe ich mich schon sehr darüber gefreut“, sagte Weinhandl im Gespräch mit der „Kleinen Zeitung“. Für den 17-Jährigen ist die Einberufung der nächste große Schritt in einer bemerkenswert schnellen Entwicklung.
Seine Mutter erfährt es als Erste
Nach dem Telefonat mit Rangnick griff Weinhandl selbst sofort zum Handy. Die erste Person, der er von seiner Nominierung erzählte, war seine Mutter.
Das passt zu seiner bisherigen Geschichte. Schon als kleines Kind wurde Weinhandl von seinen Eltern zum Sichtungstraining begleitet. Laut seinem früheren Förderer Thomas Raffl fiel der heutige Sturm-Profi bereits damals durch seinen Ehrgeiz und seine Mentalität auf.
Raffl beschreibt Weinhandl als ruhigen, fleißigen Arbeiter, der immer gewinnen wollte und mit jeder neuen Aufgabe gewachsen sei. Über die Jahre führte sein Weg über den Nachwuchs von Sturm Graz bis in die Profimannschaft.
Darum setzt Rangnick auf den 17-Jährigen
Auch Rangnick verfolgt Weinhandls Entwicklung bereits seit längerer Zeit. Schon vor dem vergangenen Lehrgang habe das ÖFB-Team intensiv über eine Nominierung diskutiert. Damals blieb der Youngster noch im Nachwuchsbereich.
In den vergangenen Wochen habe Weinhandl jedoch noch einmal einen deutlichen Schritt gemacht. „Er war nicht nur Stammspieler, sondern auch Leistungsträger“, erklärte Rangnick bei der Kaderbekanntgabe. Besonders seine Auftritte auf nationaler und internationaler Ebene überzeugten den Teamchef.
Weinhandl ist damit der jüngste Spieler, den Rangnick bislang in den österreichischen A-Team-Kader berufen hat. Parallel zu seiner Fußballkarriere steckt der 17-Jährige übrigens mitten im Maturajahr am BORG Monsbergergasse in Graz.
Wann Weinhandl sein ÖFB-Debüt geben könnte
Seine erste Chance auf einen Einsatz bietet sich bereits am 14. November. Österreich empfängt Irland um 20.45 Uhr in Linz. Drei Tage später folgt in Debrecen das abschließende Nations-League-Gruppenspiel gegen Israel.
Eine Einsatzgarantie gibt es allerdings nicht. Rangnick kündigte an, gegen Irland mit der stärkstmöglichen Mannschaft antreten zu wollen. Sollte Weinhandl dennoch zum Einsatz kommen, würde er zu den jüngsten österreichischen A-Nationalspielern der Nachkriegszeit zählen.