Rassismus-Eklat vor WM-Kracher: Yamal setzt klares Zeichen
Inhalt
- Mariano Rajoy löst Rassismus-Eklat um Frankreich aus
- Lamine Yamal reagiert auf Rassismus-Eklat vor dem WM-Halbfinale
- Spanien kritisiert Mariano Rajoy nach umstrittenen Aussagen
- Frankreich reagiert geschlossen auf Mariano Rajoys Aussagen
Der Rassismus-Eklat um Mariano Rajoy überschattet das WM-Halbfinale Spanien gegen Frankreich. Nach umstrittenen Aussagen des früheren spanischen Ministerpräsidenten über die französische Nationalmannschaft meldet sich nun Lamine Yamal zu Wort und setzt ein deutliches Zeichen für Integration und Zusammenhalt.
Mariano Rajoy löst Rassismus-Eklat um Frankreich aus
Auslöser der Debatte war ein Gastbeitrag des früheren spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy in der Zeitung El Debate. Darin schrieb der konservative Politiker, Frankreich verfüge zwar über eine Mannschaft auf höchstem Niveau, habe aber „keine Franzosen“ im Team.
Mit dieser Aussage löste Rajoy einen Rassismus-Eklat aus. Sowohl in Spanien als auch in Frankreich hagelte es scharfe Kritik. Politiker und Fußballfans warfen ihm vor, die vielfältigen Wurzeln der französischen Nationalspieler in rassistischer Weise infrage zu stellen. Ausgerechnet wenige Stunden vor dem WM-Halbfinale Spanien gegen Frankreich sorgten seine Worte damit für internationale Empörung.
Lamine Yamal reagiert auf Rassismus-Eklat vor dem WM-Halbfinale
Vor dem WM-Halbfinale wurde Lamine Yamal auf die Aussagen angesprochen. Der 19-Jährige wollte die Diskussion jedoch nicht weiter anheizen und stellte stattdessen die verbindende Kraft des Fußballs in den Mittelpunkt.
„Wenn Fußball etwas bewirken kann, dann Integration. Frankreich und wir sind beide Beispiele für Integration. Darum geht es im Fußball, nicht darum, über Aussagen anderer Menschen zu sprechen“, erklärte Lamine Yamal.
Der Offensivspieler machte außerdem deutlich, dass der Fokus nun auf dem sportlichen Höhepunkt liegen müsse. „Morgen spielen wir eines der schönsten Spiele, die man bei einer Weltmeisterschaft erleben kann. Ich glaube nicht, dass jetzt der richtige Moment ist, darüber zu sprechen“, sagte der Barcelona-Star.
Spanien kritisiert Mariano Rajoy nach umstrittenen Aussagen
Die Aussagen von Mariano Rajoy sorgten auch in seiner Heimat für heftigen Gegenwind. Die spanische Regierung distanzierte sich von den Äußerungen des ehemaligen Regierungschefs.
Auch Nationalspieler Borja Iglesias widersprach deutlich. Frankreich sei gerade wegen seiner unterschiedlichen kulturellen Wurzeln ein starkes Land. Solche Aussagen seien traurig und hätten im Fußball keinen Platz.
Frankreich reagiert geschlossen auf Mariano Rajoys Aussagen
Auch in Frankreich fiel die Reaktion auf den Rassismus-Eklat deutlich aus. Nationalspieler Warren Zaïre-Emery stellte klar, dass Herkunft und Abstammung innerhalb der Mannschaft keine Rolle spielten.
„Diese französische Mannschaft hat Spieler mit verschiedenen Hintergründen und Abstammungen. So wie das Land. Wir sind eine vereinte Gruppe, ein vereintes Team, und das ist alles, worauf es ankommt“, sagte der Mittelfeldspieler.
Auch die französische Regierung sowie die französische Botschaft in Spanien widersprachen Mariano Rajoy entschieden. Sie verwiesen darauf, dass sämtliche Spieler der französischen Nationalmannschaft französische Staatsbürger seien und der Großteil sogar in Frankreich geboren wurde.
Der Rassismus-Eklat um Mariano Rajoy überschattet damit das mit Spannung erwartete WM-Halbfinale Spanien gegen Frankreich. Während die politische Debatte weiter anhält, setzt Lamine Yamal mit seinem Appell für Integration und Zusammenhalt ein klares Zeichen.