Kane-Ritterschlag: Ehrung als aktiver Profi möglich
Harry Kane könnte noch während seiner aktiven Karriere zum Ritter geschlagen werden. Laut dem Portal 20 Minuten ist ein Ritterschlag durch König Charles III. für den 33-Jährigen denkbar. Kane hat heuer den Ballon d’Or gewonnen, überreicht im London Palladium.
Er ist damit der fünfte Engländer mit der begehrten Trophäe und der erste seit Michael Owen 2001.
Harry Kane würde nicht nein sagen
Kane selbst reagiert gelassen auf die Debatte. Nach dem 6:1-Sieg gegen Magdeburg wird er von GB News folgendermaßen zitiert: „Ich würde nicht nein dazu sagen, so viel steht fest“.
Stolz würde ihn eine solche Ehrung machen, erklärte der Stürmer. Mitreißen lassen wolle er sich von der Aussicht aber nicht – und die Anrede „Sir“ würde sich für ihn seltsam anfühlen.
Das steckt hinter der Ritterschlag-Debatte
Aus der Downing Street kommt Lob: Premierminister Andy Burnham hat Kane zum Sieg gratuliert. Eine Regierungssprecherin würdigte seinen Beitrag zum englischen Fußball, wollte dem offiziellen Verfahren aber nicht vorgreifen.
Der frühere Profi Chris Kamara plädiert gegenüber The Sun für einen Ritterschlag schon jetzt. Befürworter verweisen auf 73 Tore für den FC Bayern München und das Nationalteam in der vergangenen Saison sowie auf das Double und den Supercup.
Die Ehrung wäre eine Seltenheit: Unter aktiven Fußballern traf sie bisher nur Stanley Matthews. David Beckham wurde im November 2025 zum Ritter geschlagen, zwölf Jahre nach seinem Karriereende. Kane trägt bereits den Verdienstorden MBE, verliehen nach dem WM-Halbfinaleinzug Englands 2018.
Ehrungskomitee am Zug
Entscheiden kann Burnham darüber allerdings nicht selbst. Vorschläge an das Ehrungskomitee dürfen Minister, Regierungsabteilungen und auch Privatpersonen einreichen. Ob Kane vor seinem Karriereende tatsächlich „Sir Harry“ wird, ist derzeit offen.