Geschenk für Toto Wolff zum 50er? FIA setzt wohl Renndirektor ab

Das umstrittene Formel-1-Finale, bei dem sein Pilot Lewis Hamilton vor allem wegen umstrittener Entscheidungen von FIA-Renndirektor Michael Masi den sicher scheinenden achten WM-Titel seiner Karriere verloren hat, liegt Toto Wolff immer noch im Magen. Deutlich mehr als sein 50. Geburtstag, den er am Mittwoch feierte. "Der reinste Albtraum", lächelte er darüber in einem "Krone"-Interview.

Wolff hat sich in jungen Jahren selbst als Rennfahrer versucht, sich aber bald auf seine unternehmerische Tätigkeit verlegt und als Investor ein Vermögen aufgebaut. 2009 stieg er als Vorstandsmitglied bei Williams in die Formel 1 ein, seit nun fast genau neun Jahren ist er Teamchef beim seither beinahe erdrückend dominanten Mercedes-Team. Sein privates Glück fand er mit Ehefrau Susie - deren Vater Paul Stoddart einst bei Minardi selbst Formel-1-Teamchef gewesen war. Zusammen haben sie einen vierjährigen Sohn, zudem hat Toto Wolff zwei Kinder aus erster Ehe.

Das Vermögen von Wolff, dessen Vorname eigentlich Torger ist, wird auf knapp 350 Millionen Euro geschätzt.

Geburtsagsgeschenk vom Weltverband?

Ob Zufall oder nicht: Auf dem neu veröffentlichten Organigramm von Motorsport-Weltverband FIA fehlt der Name von Formel-1-Renndirektor Michael Masi. Der Australier hatte sich beim letzten Rennen in Abu Dhabi vor einem Monat den geballten Zorn von Hamilton- und Mercedes-Fans auf der ganzen Welt zugezogen. Die nicht dem Regelwerk entsprechenden Entscheidungen von Masi am Rennende waren es, die Max Verstappen das entscheidende Überholmanöver gegen Lewis Hamilton erst ermöglicht haben.

Wolffs flehentliche Funksprüche ("Michael... Nein...! Das war sowas von nicht in Ordnung!") gingen um die Welt. Er bekräftigte zwar mehrmals, dass sich sein Ärger mit der Rennleitung nicht mit einem Rauswurf des schon zuvor umstrittenen Michael Masi erledigt hätte. Sollte es aber tatsächlich so sein, dass beim Saisonstart am 20. März in Bahrain ein anderer Rennleiter seinen Dienst versieht, wäre Wolff sicher auch nicht beleidigt.

Und viele Formel-1-Fans weltweit auch nicht.

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Autor: Philipp Eitzinger, 13.01.2022