George Russell: Flucht nach Antonellis WM-Titel kostet 5.000 Euro
- George Russell ist weg
- Mercedes bekommt die Rechnung
- Mercedes vermasselt Russell den Start
- Toto Wolff verteidigt Russells Abgang
- Antonelli holt den Titel, Russell verliert Platz zwei
- Hamiltons Schatten entkommen, von Antonelli überholt
- Russell gesteht Antonellis Überlegenheit ein
- Russell gratuliert, aber erst per Pressemitteilung
Kimi Antonelli feiert den WM-Titel, George Russell hat genug. Nach dem Großen Preis von Mexiko hat der Mercedes-Pilot seinem Teamkollegen noch gratuliert und anschließend die Rennstrecke verlassen. Die vorgeschriebenen Interviews hat er sich gespart. Dafür muss Mercedes 5.000 Euro Strafe zahlen. Teamchef Toto Wolff zeigt Verständnis.
George Russell ist weg
Russell hat Antonelli im Parc fermé zum WM-Titel gratuliert. Danach war für den 28-Jährigen Schluss. Statt in die Interviewzone ist er zum Ausgang gegangen.
Respect 🤝 We’re proud of them ❤️ https://t.co/yVmnDLJzFJ
— Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team (@MercedesAMGF1) November 2, 2026
Um 17.24 Uhr Ortszeit informiert Mercedes die wartenden Journalisten: „George wird heute nicht in der Medienzone sein.“ Seine Aussagen sollen in der Pressemitteilung des Teams nachgereicht werden.
Mercedes bekommt die Rechnung
Während Kimi Antonelli seinen historischen WM-Titel feiert, hat George Russell bereits genug. Der Brite gratuliert seinem Mercedes-Teamkollegen noch im Parc fermé und verlässt anschließend die Rennstrecke. Die vorgeschriebenen Interviews lässt er aus. Die Rechnung über 5.000 Euro bekommt Mercedes.
Die Rennkommissare lassen das nicht gelten. Das Formel-1-Reglement verpflichtet die Fahrer nach dem Rennen zu Medieninterviews. Weil Russell bereits weg ist, muss ein Mercedes-Vertreter telefonisch Stellung nehmen. Am Ende stehen 5.000 Euro Strafe für den Rennstall.
Warum Mercedes 5.000 Euro zahlen muss
- Verstoß: George Russell hat die vorgeschriebenen Medieninterviews ausgelassen.
- Strafe: 5.000 Euro für Mercedes
- Begründung: Der Rennstall ist für die Erfüllung der Medienpflichten seiner Fahrer verantwortlich.
- Besonderheit: Mercedes hat Russell die vorzeitige Abreise erlaubt.
Mercedes vermasselt Russell den Start
Der Ärger hat bereits auf den ersten Metern begonnen. Russell ist von Startplatz zwei ins Rennen gegangen. Auf der ersten Geraden hat sein Mercedes wegen eines Problems mit der elektrischen Leistungsabgabe aber Geschwindigkeit verloren. Die Konkurrenz ist scheinbar mühelos am Briten vorbeigezogen. Noch in der ersten Runde hat Russell Isack Hadjar in eine Kollision verwickelt. Dafür hat es zudem zehn Strafsekunden gesetzt. Aus dem möglichen Kampf um den Sieg ist Platz sechs geworden.
„Wir hatten die Pace im Auto. Und wir haben ihn auf der ersten Geraden im Stich gelassen“, räumt Toto Wolff nach dem Rennen ein. Wolff entschuldigt sich bereits während des Rennens per Funk. Später folgt die nächste Entschuldigung, diesmal persönlich. „Noch einmal sorry für die Shitshow“, sagt der Österreicher in einem von Mercedes veröffentlichten Video.
Sorry for the sh*tshow, George. https://t.co/X6O91KchQA
— Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team (@MercedesAMGF1) November 1, 2026
Toto Wolff verteidigt Russells Abgang
Während die Rennkommissare eine Strafe verhängen, stellt sich Wolff hinter seinen Fahrer. „George ist offensichtlich am Boden zerstört. Es war eine tolle, sportliche Geste von ihm, nach dem Rennen zu Kimi zu gehen und ihm zu gratulieren“, sagt der Mercedes-Teamchef.
Dass Russell anschließend die Strecke verlassen hat, hält Wolff für nachvollziehbar. „Es hätte mich sogar überrascht, wenn er geblieben wäre“, erklärt er.
Mercedes habe dem Briten sogar die vorzeitige Abreise erlaubt, weiß die deutsche Bild zu berichten. Die Zustimmung des Teams ändert allerdings nichts an den vorgeschriebenen Medienpflichten.
Antonelli holt den Titel, Russell verliert Platz zwei
Russell ist eigentlich als einer der WM-Favoriten in die Saison gestartet und hat gleich das Auftaktrennen in Australien gewonnen. Danach hat sein junger Teamkollege fünf Siege in Folge gefeiert.
Antonelli gegen Russell 2026
| Kimi Antonelli | George Russell |
|---|---|
| Weltmeister 2026 | WM-Rang vier nach Mexiko |
| 20 Jahre | 28 Jahre |
| Neun Siege nach 19 Rennen | Sieger des Saisonauftakts |
| Jüngster F1-Weltmeister | Vor Saisonbeginn Titelkandidat |
Hamiltons Schatten entkommen, von Antonelli überholt
Für Russell ist die Niederlage auch deshalb so bitter, weil er bei Mercedes gerade erst aus dem Schatten von Lewis Hamilton getreten ist. Jahrelang hat er sich das Cockpit mit dem siebenfachen Weltmeister geteilt. Nach Hamiltons Wechsel zu Ferrari war Russell plötzlich der erfahrene Mann im Team. Doch ausgerechnet sein 20-jähriger Nachfolger hat ihm die Show gestohlen. Antonelli ist Weltmeister, Russell muss sich erneut mit der Rolle des Teamkollegen begnügen.
Russell gesteht Antonellis Überlegenheit ein
Noch vor dem Mexiko-GP hat Russell die Kräfteverhältnisse bei Mercedes selbst eingeordnet. „Die Wahrheit ist, dass er dieses Jahr auf einem höheren Niveau war als ich“, sagt er über Antonelli gegenüber der offiziellen Formel-1-Website.
Der neue Weltmeister sieht allerdings auch Russells technische Rückschläge. „Er hatte im Laufe der Saison definitiv auch etwas Pech. Ich glaube, er hat sogar ein bisschen mehr davon abbekommen als ich, wenn ich ehrlich bin“, so der Italiener. In Mexiko ist Russell nun auch noch vom zweiten auf den vierten WM-Rang zurückgefallen. Max Verstappen und Lewis Hamilton liegen vor ihm. Antonelli hat den Titel bereits vier Rennen vor Saisonende sicher.
Russell gratuliert, aber erst per Pressemitteilung
Ganz ohne Worte bleibt Russell nach seinem Abgang nicht. In der Mercedes-Presseaussendung gratuliert er Antonelli zu einer „vollends verdienten Meisterschaft“. Der Brite will sich nun auf die verbleibenden Rennen und den Kampf um die Konstrukteurswertung konzentrieren.
„Wir werden uns nach diesem Wochenende sammeln und versuchen, in Brasilien stärker zurückzukommen“, erklärt Russell.
Für Mercedes endet der Mexiko-GP damit mit zwei sehr unterschiedlichen Ergebnissen: Antonelli ist der jüngste Formel-1-Weltmeister aller Zeiten. Russell ist WM-Vierter, hat die Interviews ausgelassen und seinem Team eine Strafe von 5.000 Euro eingebracht.