Lawinenunglück: Snowboard-Pionier (50) ist tot
Ueli Kestenholz ist tot. Der frühere Olympia-Medaillengewinner ist bei einem Lawinenunglück im Wallis ums Leben gekommen. Der Unfall hat sich am Sonntag im freien Gelände ereignet. Der Schweizer Snowboard-Pionier ist 50 Jahre alt geworden.
Lawinenunglück im Wallis
Am Sonntag ist ein Snowboarder am Hockuchriz von einer Lawine erfasst worden. Der Unfallort liegt auf rund 2400 Metern Höhe. Eine anwesende Person hat sich in Sicherheit gebracht sowie sofort Alarm ausgelöst. Rettungskräfte haben den Verschütteten geborgen sowie per Helikopter ins Spital nach Sitten geflogen.
Dort ist Ueli Kestenholz später verstorben. Die Kantonspolizei Wallis hat den Lawinenunfall bestätigt.
Pionier des Schweizer Snowboardsports
Ueli Kestenholz hat in den 1990er-Jahren den Schweizer Snowboardsport geprägt. 1998 hat er bei den Olympischen Spielen in Nagano Bronze im Parallel-Riesenslalom gewonnen. Bereits 1995 hat er bei Weltmeisterschaften Bronze geholt. 1999 ist WM-Silber gefolgt.
Nach den Olympischen Spielen 2006 in Turin hat Kestenholz seine aktive Karriere beendet. Insgesamt ist er einer der bekanntesten Vertreter seiner Sportart gewesen. Sein Name ist international anerkannt geblieben.
Leben nach der Karriere
Dem Bergsport ist Kestenholz auch nach dem Karriereende treu geblieben. Er ist als Extremsportler aktiv gewesen sowie an zahlreichen Film- sowie Fotoprojekten beteiligt. Große Aufmerksamkeit hat 2007 eine Dokumentation des Projekts "Play Gravity" erzeugt. Das Vorhaben hat ein Speedflug-Abenteuer an Eiger, Mönch sowie Jungfrau gezeigt.
Das Projekt ist gemeinsam mit seinem Freund Mathias Roten entstanden. Roten ist ein Jahr später bei einem Gleitschirmunfall ums Leben gekommen. Kestenholz hat später auch Kurse sowie Tandemflüge angeboten. Er hinterlässt seine Ehefrau sowie zwei Söhne im Alter von 17 sowie neun Jahren.
Quellen und weiterführende Informationen
- Blick: In Lawine geraten – Ex-Snowboarder Ueli Kestenholz tödlich verunglückt