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Eileen Gu weint im Zielraum von Livigno nach ihrem Gold-Lauf in der Halfpipe, kurz bevor sie vom Tod ihrer Großmutter erfährt
Emotionen zwischen Triumph und Tränen: Eileen Gu widmet ihr drittes Olympia-Gold ihrer verstorbenen Großmutter Feng Guozhen.
Emotionen zwischen Triumph und Tränen: Eileen Gu widmet ihr drittes Olympia-Gold ihrer verstorbenen Großmutter Feng Guozhen.
APA-Images / AFP / JEFF PACHOUD

Todesschock nach Gold: Skistar weint um Oma

23.02.2026 um 12:48, Marcel Toifl
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Eileen Gu krönt sich in Livigno zur Olympiasiegerin, doch der Tod ihrer Großmutter Feng Guozhen überschattet den Triumph auf der Halfpipe.

Freestyle-Star Eileen Gu hat sich in Livigno zur Olympiasiegerin in der Halfpipe gekrönt. Die 22-Jährige sicherte sich damit ihr insgesamt drittes olympisches Gold. Doch während die Welt ihren sportlichen Erfolg feiert, erreichte die Athletin kurz nach dem Wettkampf eine erschütternde Nachricht: Der Tod ihrer geliebten Großmutter Feng Guozhen überschattet den Moment des Triumphs.

Goldfahrt in Livigno: Eileen Gu schreibt Olympia-Geschichte

Das Halfpipe-Finale der Olympischen Winterspiele 2026 in Italien fand unter schwierigen Bedingungen statt. Wegen schlechten Wetters startete die Entscheidung in Livigno mit Verzögerung. Eileen Gu, die bereits in Peking 2022 zweimal Gold holte, stand erneut im Fokus der Weltöffentlichkeit. In einem hochkarätigen Finale setzte sie sich gegen ihre Landsfrau Fanghui Li und die Britin Zoe Atkin durch und untermauerte ihren Status als Ausnahmeathletin.

Starke Nerven: Eileen Gus Weg zur dritten Goldmedaille

Dabei bewies Gu nach einem Sturz im ersten Durchgang enorme mentale Stärke. In den folgenden Runs sprang sie fast vier Meter hoch und überzeugte die Jury mit technisch anspruchsvollen Tricks. In ihrem Tagebuch hatte sie sich bereits auf diesen Moment vorbereitet: „Ich habe es so formuliert, dass ich den Lauf meines Lebens machen werde. Es geht darum, mein Leben und mein Lebenswerk in dem Moment, in dem es darauf ankommt, der Welt zu präsentieren.“

Tränen im Zielraum: „Ich bin die erfolgreichste aller Zeiten“

Nach ihrem letzten Lauf sank Eileen Gu erschöpft in den Schnee und fiel ihrer Mutter in die Arme. „Ich habe es geschafft“, rief sie unter Tränen in die Kamera. In der anschließenden Pressekonferenz betont sie ihre historische Stellung mit stolzen Worten: „Ich bin die erfolgreichste Freeskierin aller Zeiten, Männer und Frauen eingeschlossen. Ich habe die meisten Goldmedaillen aller Zeiten, Männer und Frauen eingeschlossen. Das ist ein Beweis für Wettbewerbsstärke, für mentale Stärke.“

Trauer um Großmutter: „Ich versprach ihr, mutig zu sein“

Die Freude über das historische Gold währte jedoch nur kurz. Wenig später wurde die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter bekannt. Feng Guozhen verstarb, während ihre Enkelin in Italien um Medaillen kämpfte. Mit zittriger Stimme erklärt die sichtlich mitgenommene Gu vor Medienvertretern: „Als ich sie das letzte Mal sah, bevor ich zu den Olympischen Spielen fuhr, war sie sehr krank, daher wusste ich, dass dies eine Möglichkeit war.“ Die Großmutter war für Eileen Gu Zeit ihres Lebens eine zentrale Bezugsperson und Inspiration. Den Sieg widmet sie dem Andenken an die Verstorbene: „Ich habe ihr nicht versprochen, dass ich gewinnen würde, aber ich habe ihr versprochen, dass ich mutig sein würde, so wie sie mutig war.“

Ihre Großmutter sei ein wichtiger Teil ihres Lebens gewesen, eine Kämpfernatur, zu der sie stets aufgeblickt habe.

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