Rücktritt: Cornelia Hütter hat Entscheidung getroffen
Speed-Spezialistin Cornelia Hütter hat eine wegweisende Entscheidung über ihre sportliche Zukunft getroffen. Nach ihrem großen Triumph bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo im Februar stellt sich nun die allesentscheidende Frage: Folgt der Rücktritt oder geht die Jagd nach Weltcup-Siegen weiter? Am kommenden Montag, den 4. Mai, wird die Steirerin offiziell informieren.
Pressekonferenz in Graz: Der Termin am 4. Mai
Gemeinsam mit ihren Sponsoren hat Cornelia Hütter für den 4. Mai zu einem Pressetermin in ihre Heimat geladen. Die Einladung zu einer gesonderten Pressekonferenz wird in Fachkreisen oft als Indiz für einen bevorstehenden Rücktritt gewertet. Hütter selbst hielt sich zuletzt bedeckt, betonte jedoch die Wichtigkeit einer persönlichen Deadline bis Mai, um Klarheit für sich und das Team zu schaffen.
Krönender Abschluss? Bronze als Rücktritt-Signal
Mit dem Gewinn der Bronzemedaille im Super-G bei den Spielen in Cortina hat sich die 33-Jährige ihren letzten großen Karrieretraum erfüllt. Viele Experten spekulieren, dass dieser Erfolg der ideale Zeitpunkt für einen Abschied vom aktiven Rennsport sein könnte. Hütter gab der Kronen Zeitung zu verstehen, dass der Aufwand für den Spitzensport enorm sei: „Man ordnet eben alles dem Sport unter. Und ich kann Lisa Hauser verstehen, wenn sie sagt, sie sei nicht mehr bereit, das zu tun. Das ist legitim.“
Erfolgsbilanz: 171 Rennen und 10 Siege
Sollte Cornelia Hütter ihren Rücktritt erklären, verlässt eine der profiliertesten Speed-Damen die Bühne. In ihrer beeindruckenden Laufbahn bestritt sie 171 Weltcuprennen, fuhr dabei 34-mal auf das Podium und feierte insgesamt zehn Siege. Besonders ihre Kämpfernatur nach zahlreichen Verletzungen machte sie zum Vorbild innerhalb des ÖSV.
Folgen für den ÖSV: Ein drohender herber Verlust
Für den Österreichischen Skiverband wäre ein Ende der Karriere von "Conny" Hütter ein schwerer Schlag. Als Leistungsträgerin in Abfahrt und Super-G hinterlässt sie eine Lücke, die kurzfristig kaum zu schließen sein wird. Ob die Lust am Rennsport („Es macht extrem viel Spaß“) oder der Wunsch nach einem neuen Lebensabschnitt überwiegt, erfahren Fans und Wegbegleiter am Montag.