RB Salzburg: Jetzt wollen die Gegner den Erfolgsschmied abwerben

Seit Jahren gilt Red Bull Salzburg als Talenteschmiede des Fußballs, immer wieder schaffen Spieler von hier aus den Sprung in internationale Topligen. Nun rückt auch Sportdirektor Christoph Freund ins Visier der Vereine.
Autor: Sandra Eder, 15.09.2022 um 11:34 Uhr

Er ist keiner, der sich in den Vordergrund stellt – doch im Hintergrund zieht er seit über zehn Jahren erfolgreich die Fäden des Salzburger Fußballs: Sportdirektor Christoph Freund. Mit seiner cleveren Transferpolitik und einem guten Händchen für Talente und Trainer hat Salzburgs „Mastermind“ maßgeblichen Anteil am sportlichen Erfolg der vergangenen Jahre. Das ist logischerweise auch den internationalen Topteams nicht verborgen geblieben. Gerüchte, über einen möglichen Wechsel zu RB Leipzig in die Deutsche Bundesliga, kamen bereits mehrfach auf. Nun meldet aber auch Champions League Gegner Chelsea Interesse am 45-jährigen Salzburger. Die neuen Eigentümer um Todd Boehly sind aktuell auf der Suche nach einem neuen Klub-Direktor. Ausgerechnet einen Tag vor dem Duell in London streuten englische Medien das Gerücht über Verhandlungsgespräche mit Christoph Freund.

Christoph Freund und Matthias Jaissle

Das sagt Christoph Freund zu den Gerüchten

Natürlich wurde nach dem starken Auftritt der Salzburger in London auch Christoph Freund zu den Meldungen befragt. Seine Antworten fielen eher vage aus, klar dementiert wurden die Gerüchte jedenfalls nicht. „Wir hatten immer wieder zu Chelsea Kontakt, zuletzt wegen eines möglichen Transfers von Benjamin Sesko. Wir haben uns immer wieder über Fußball ausgetauscht, aber sonst ist da nicht viel mehr dran“, so der RB-Sportdirektor und ergänzte: "Die neuen Besitzer von Chelsea sind einfach daran interessiert, wie wir das mit jungen Spielern machen. Red Bull ist in Europa ein Ausrufezeichen geworden, vor allem die Arbeit mit jungen Spielern, wie wir sie immer wieder in die erste Mannschaft integrieren. Das hat sie interessiert, darüber haben wir immer wieder diskutiert." Die Frage, ob er Interesse an seiner Person verspüren würde, beantwortete er wie folgt: "Chelsea ist so ein riesiger Verein. Sie sind gerade im Umbruch, haben den Trainer gewechselt. Was da alles passieren wird in den kommenden Wochen und Monaten, kann ich nicht genau sagen. "Man soll im Fußball nie etwas ganz ausschließen. Chelsea ist ein riesengroßer Verein. Aber ich bin Sportdirektor in Salzburg, mir macht es einen Riesen-Spaß und wir genießen den Abend. Ein Punkt bei Chelsea ist ein großer Erfolg.""