CL-Aus für Real: Spieler attackieren den Referee
Inhalt
- Spanien kritisiert Schiedsrichter
- England kontert deutlich
- Gülers dramatischer Abend
- Ein Spiel, das begeistert
Nach dem spektakulären 4:3-Sieg des FC Bayern gegen Real Madrid sorgt nicht nur das Spiel selbst für Schlagzeilen, sondern auch die Reaktionen danach. Vor allem in Spanien richtet sich die Kritik gegen Schiedsrichter Slavko Vinčić. In England hingegen fällt die Bewertung deutlich anders aus.
Spanien kritisiert Schiedsrichter
Spanische Medien sehen in der Gelb-Roten Karte gegen Eduardo Camavinga einen entscheidenden Moment der Partie. Die „Marca“ spricht von einer „Ungerechtigkeit“ und betont, dass das Spiel durch die Entscheidung überschattet worden sei. Auch „AS“ würdigt zwar die Leistung von Real Madrid, stellt den Platzverweis aber klar in den Mittelpunkt.
Die Tenor: Real habe Bayern trotz schwieriger Ausgangslage an den Rand einer Niederlage gebracht, sei aber durch die Entscheidung des Schiedsrichters benachteiligt worden.
England kontert deutlich
Ganz anders fällt die Reaktion in England aus. Dort wird die Kritik aus Madrid scharf zurückgewiesen. Der „Guardian“ findet klare Worte: Es sei „erbärmlich“, wenn sich ein Klub wie Real Madrid in die Opferrolle begebe. Die Kritik am Schiedsrichter wird dort als überzogen dargestellt. Auch die „BBC“ hebt weniger die strittigen Szenen hervor, sondern das Spiel selbst: „Was für ein Fußballspiel!“, so das Fazit.
Gülers dramatischer Abend
Unmittelbar nach dem Schlusspfiff kochten die Emotionen bei Real Madrid hoch. Mehrere Spieler stellten Schiedsrichter Slavko Vinčić zur Rede. Arda Güler sah zunächst die Gelbe Karte, beruhigte sich jedoch nicht, kurz vor dem Gang in die Kabine zeigte ihm der Referee schließlich noch die Rote Karte.
Dabei hatte der junge Türke zuvor sportlich für Schlagzeilen gesorgt: In der ersten Halbzeit brachte er Real gleich zweimal in Führung. Zuerst nutzte er einen Fehler von Manuel Neuer zum frühen 1:0, später traf er per Freistoß zum zwischenzeitlichen 2:1. Es waren seine ersten Treffer in der Champions League und zugleich historische: Sein Tor nach nur 35 Sekunden war sowohl das schnellste in der Königsklasse für Real Madrid als auch das früheste Gegentor der Bayern in diesem Bewerb.
Durch den Platzverweis wird Güler nun gesperrt fehlen und muss zumindest das erste Champions-League-Spiel der kommenden Saison von der Tribüne aus verfolgen.
Ein Spiel, das begeistert
Über eines sind sich die internationalen Medien einig: Dieses Duell hatte alles, was Fußball ausmacht. Die „Sun“ spricht sogar vom „schönen Spiel in seiner reinsten Form“, ein seltenes Lob in Zeiten oft taktisch geprägter Partien. Auch in Italien wird vor allem die Leistung der Bayern hervorgehoben. Die „Gazzetta dello Sport“ lobt den Einzug ins Halbfinale als verdient.