Braga – Austria: Latte, Elfer-Held und dann der späte Schock
Austria Wien steht im Kampf um die Ligaphase der Conference League mit dem Rücken zur Wand. Die Veilchen mussten sich am Donnerstagabend im Play-off-Hinspiel bei Sporting Braga mit 0:2 geschlagen geben. Dabei hielten die Wiener das Duell lange offen und schnupperten nach der Pause sogar am Ausgleich. Ein spätes Gegentor in der 88. Minute machte die Ausgangslage für das Rückspiel jedoch deutlich schwieriger.
Elfmeter bringt Austria in Rückstand
Vor 14.293 Zuschauern im Estádio Municipal begann die Austria durchaus mutig. Die Wiener versuchten, Bragas Spielaufbau früh zu stören, und kamen durch Johannes Eggestein schon nach wenigen Minuten zu einem ersten Abschluss.
Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die favorisierten Portugiesen jedoch die Kontrolle. In der 25. Minute unterlief Ibrahim Buhari ein folgenschwerer Fehler. Nach einem Ballverlust musste der Austria-Verteidiger gegen Denis Huseinbasic eingreifen und verursachte dabei einen Elfmeter. Pau Victor ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und traf zur 1:0-Führung.
Braga blieb anschließend spielbestimmend, ohne die Austria vollständig zu dominieren. Die Veilchen hielten die Räume eng und retteten den knappen Rückstand zunächst in die Pause.
Austria schnuppert am Ausgleich
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Mannschaft von Stephan Helm deutlich verbessert. Julian Hettwer sorgte früh für Gefahr, kurz darauf fehlten nur Zentimeter zum Ausgleich. Nach einem Eckball verlängerte Manfred Fischer den Ball an die Latte.
Die Austria hatte nun mehr Spielanteile und brachte Braga zunehmend aus dem Rhythmus. Was fehlte, war die letzte Präzision im Angriff. Trotz mehrerer guter Ansätze gelang es den Wienern nicht, Torhüter Lukas Hornicek entscheidend zu prüfen.
Trainer Stephan Helm zeigte sich später vor allem mit dieser Phase zufrieden. Seine Mannschaft habe das Gefühl vermittelt, jederzeit mit einem gelungenen Moment ein Tor erzielen zu können. Ein 0:1 wäre für ihn deshalb ein Ergebnis gewesen, mit dem man gut nach Wien zurückkehren hätte können.
Sahin-Radlinger hält zweiten Elfmeter
In der Schlussphase drohte der Austria zunächst das zweite Gegentor vom Elfmeterpunkt. Nach einem Luftduell zwischen Fischer und Victor Gomez entschied Schiedsrichter Ishmael Barbara erneut auf Strafstoß.
Diesmal war Samuel Sahin-Radlinger zur Stelle. Der Austria-Keeper parierte den Versuch von Pau Victor in der 84. Minute und hielt die Wiener damit vorerst im Spiel.
Doch nur vier Minuten später folgte der entscheidende Nackenschlag. Braga spielte einen Konter über Mario Dorgeles stark aus, Diego Rodrigues vollendete zum 2:0. Damit fiel das Ergebnis am Ende höher aus, als es die lange offene Partie vermuten ließ.
Jetzt braucht Austria eine Aufholjagd
Für die Austria wird die Aufgabe im Rückspiel damit deutlich schwieriger. Am Donnerstag, dem 27. August, empfängt die Mannschaft von Stephan Helm Sporting Braga um 20.30 Uhr in Wien-Favoriten. Der Sieger des Duells zieht in die Ligaphase der Conference League ein.
Helm will die Hoffnung trotz des Rückstands nicht aufgeben. Die Veilchen sollen zuhause mutig auftreten und mit Unterstützung der eigenen Fans von Beginn an Druck entwickeln. Der Trainer sprach von einem „gefährlichen Ergebnis“, das im Fußball noch Möglichkeiten offenlasse.