Champions League: Goalie köpft Benfica in die Top 24
Inhalt
- Real rutscht aus den Top Acht
- Torwart wird zum Matchwinner
- Mbappé-Rekord reicht nicht
- Sporting vollendet Reals Absturz
- Große Namen müssen nachsitzen
Die Ligaphase der UEFA Champions League endete mit einem echten Fußball-Märchen und einem Schock für einige der größten Namen Europas. In Lissabon erlebten die Fans eine Szene, die man sonst nur aus Kinderträumen kennt: Benfica-Torhüter Anatolij Trubin köpfelte sein Team in der letzten Aktion des Spiels zum entscheidenden 4:2-Sieg gegen Real Madrid und sicherte damit den Verbleib in der Königsklasse.
Real rutscht aus den Top Acht
Vor dem letzten Spieltag lag Real Madrid noch auf Rang drei, doch die Niederlage im Estadio da Luz hatte dramatische Folgen. Trotz der Einwechslung von ÖFB-Teamkapitän David Alaba in der Schlussphase rutschten die „Königlichen“ auf Platz neun ab und verpassten damit den direkten Einzug ins Achtelfinale. Auch Titelverteidiger Paris Saint-Germain muss den Umweg über die Play-offs nehmen.
Torwart wird zum Matchwinner
Die entscheidende Szene spielte sich tief in der Nachspielzeit ab. Nach einer Freistoßflanke stieg der 1,99 Meter große Trubin im gegnerischen Strafraum am höchsten und setzte sich gegen die Real-Abwehr durch. Sein Kopfball landete unhaltbar an Thibaut Courtois vorbei im Netz, das Stadion explodierte.
Nur dieses Tor brachte Benfica den notwendigen Endrang 24, der für den Verbleib in der Champions League nötig war. Entsprechend emotional fiel der Jubel aus: Spieler, Betreuer und Fans stürmten auf den ukrainischen Goalie zu, während Trainer José Mourinho ekstatisch mit einem Ballbuben jubelte und Richtung Tribüne brüllte.
Mbappé-Rekord reicht nicht
Dabei hatte Real Madrid eigentlich stark begonnen. Kylian Mbappé brachte die Spanier früh in Führung und schnürte später einen Doppelpack. Mit insgesamt 13 Treffern stellte der Franzose einen neuen Torrekord in einer Champions-League-Ligaphase auf. Doch Benficas Offensive antwortete eindrucksvoll: Andreas Schjelderup traf doppelt, Evangelos Pavlidis verwandelte einen Elfmeter zur zwischenzeitlichen 3:1-Führung.
In der hitzigen Schlussphase verlor Real zudem Raúl Asencio und Rodrygo mit Gelb-Rot.
Sporting vollendet Reals Absturz
Doch nicht nur Benfica machte Real einen Strich durch die Rechnung. Auch Sporting Lissabon trug seinen Teil zum Madrider Drama bei. Die Grün-Weißen siegten durch ein Tor von Alisson Santos in der 94. Minute mit 3:2 bei Athletic Bilbao und schoben sich noch in die Top Acht. Damit war Reals Schicksal endgültig besiegelt.
Große Namen müssen nachsitzen
Neben Real und PSG verpassten auch Inter Mailand den direkten Aufstieg. Die Franzosen trennten sich im Spitzenspiel von Newcastle mit 1:1 und müssen ebenfalls in die Play-offs. Bitter für PSG: Ousmane Dembélé verschoss früh einen Elfmeter, zudem musste Kwarazchelia verletzt ausgewechselt werden.
An der Spitze blieb Arsenal makellos und gewann auch das achte Spiel. Die Londoner verteidigten Rang eins vor Bayern München, die sich auswärts durchsetzten. Insgesamt stehen gleich fünf englische Klubs fix im Achtelfinale.
Die Play-off-Paarungen werden am Freitag in Nyon ausgelost. Für viele Topteams heißt es nun: Nachsitzen statt Durchatmen.