Große Trauer: Formel-1-Weltmeister Alan Jones ist tot
- Kurze Krankheit, großer Verlust
- Vom Vater zum Rennsport gebracht
- Alan Jones holte 1980 den WM-Titel
- Abschied aus der Formel 1 mit Umwegen
- Mark Webber trauert um einen Freund
- Webber beendete Warten seit Jones’ letztem Sieg
- Alan Jones hinterlässt eine große Familie
Trauer um eine Rennsport-Legende: Alan Jones ist am 5. November 2026 nach kurzer Krankheit gestorben. Der Formel-1-Weltmeister von 1980, geboren am 2. November 1946 in Melbourne, wurde 80 Jahre alt.
Kurze Krankheit, großer Verlust
Bestätigt wurde die traurige Nachricht vom australischen Motorsportverband Motorsport Australia und vom Fachportal Speedcafe. Demnach starb Jones nach kurzer Krankheit, woran genau er litt, ist nicht bekannt. Verbandspräsident Andrew Fraser würdigte ihn als eine der prägenden Persönlichkeiten des australischen Motorsports.
Vom Vater zum Rennsport gebracht
Die Liebe zum Rennsport gab ihm sein Vater Stan mit, und sie trieb den jungen Australier schließlich nach Europa. 1975 feierte er bei Hesketh sein Debüt in der Formel 1. Nach dem Sieg mit Shadow in Österreich wechselte er 1978 zu Williams, und dort begann seine große Zeit.
Alan Jones holte 1980 den WM-Titel
Unvergessen bleibt vor allem die Saison 1980. Als zweiter Australier nach Sir Jack Brabham wurde Jones Formel-1-Weltmeister und bescherte Williams zugleich den allerersten Fahrertitel. Den Grundstein dafür hatte er bereits ein Jahr zuvor mit vier Grand-Prix-Siegen gelegt, 1980 folgten fünf weitere. Am Ende seiner Laufbahn standen zwölf Grand-Prix-Siege in der Bilanz, und der allererste davon gelang ihm ausgerechnet in Österreich: Für Shadow gewann Jones den Großen Preis von Österreich.
Abschied aus der Formel 1 mit Umwegen
Nach dem Titeljahr ließ Jones 1981 noch zwei Siege folgen, den letzten beim Caesars Palace Grand Prix. Ende jenes Jahres zog er sich vorerst zurück, ganz loslassen konnte er die Formel 1 aber nicht: Mit Arrows und Haas kehrte er jeweils kurz zurück, ehe er 1986 in Adelaide seinen letzten Grand Prix bestritt. In Australien fuhr er noch bis 2002 Rennen, danach blieb er dem Sport als TV-Kommentator erhalten.
Mark Webber trauert um einen Freund
Besonders persönlich fällt die Würdigung von Mark Webber aus. „Es ist ein trauriger Tag für den australischen Motorsport“, sagte er gegenüber Speedcafe. Kennengelernt hatten sich die beiden 1995, als Webber noch in der australischen Formel Ford fuhr. Später, in Webbers Formel-1-Jahren, habe Jones ihm stets den Rücken gestärkt.
Webber beendete Warten seit Jones’ letztem Sieg
Sportlich verbindet die beiden eine ganz besondere Geschichte: Ausgerechnet Webber war es, der 2009 mit seinem Sieg beim Großen Preis von Deutschland eine lange Durststrecke beendete. 28 Jahre lang war Jones’ Sieg beim Caesars Palace Grand Prix der letzte Grand-Prix-Erfolg eines Australiers gewesen.
Alan Jones hinterlässt eine große Familie
Jones hinterlässt seine Ehefrau Amanda sowie seine Kinder Christian, Amber, Zara, Jack, Camilla und Emma.