Alaba wie Ronaldo und Van Nistelrooy: Traumtor bei Clásico-Debüt

Ballgewinn am eigenen Strafraum, Pass zu Vinícius Júnior, Alaba läuft durch bis zum gegnerischen Strafraum, bekommt den Ball von Rodrygo serviert und schweißt die Kugel von der Strafraumgrenze ins lange Eck: Alabas Traum-Aktion brachte Real Madrid im erstmals wieder vollbesetzten Camp Nou in Barcelona nach einer halben Stunde 1:0 in Führung.

In der Nachspielzeit machte Lucas Vázquez mit dem 2:0 für Real den Deckel drauf, quasi mit dem Schlusspfiff verkürzte Agüero noch zum 2:1-Endstand.

"Alaba meldete sich in seinem ersten Clásico gleich wie ein ganz Großer an", kommentierte die spanische Sportzeitung AS. "Spektakulär! Ein Tor wie von einem Top-Stürmer und auch in der Abwehr spielte Alaba superb", meinte die ebenfalls in Madrid beheimatete und traditionell Real-nahe Marca. Aber auch die Zeitungen aus Barcelona sparten nicht mit Lob für den Österreicher. "Ein kompletter Spieler für das ganze Feld", analysierte Mundo Deportivo, "sein Tor war tödlich und in der Abwehr war er eine absolute Mauer!"

Und Alaba selbst? "Ich bin glücklich und dankbar", so der 29-Jährige, und sein Tor erklärte er so: "Es war instinktiv - man muss es im Gefühl haben, wann man aufrücken kann und wann eher nicht!"

Mit seinem Tor beim Clásico-Debüt reiht sich Alaba jedenfalls in eine prominente Liste ein: Nach dem brasilianischen Ronaldo, Ruud van Nistelrooy, Raphaël Varane und Jésé Rodríguez ist Alaba der erst fünfte Real-Spieler in diesem Jahrhundert, dem dies gelungen ist.

Aus österreichischer Sicht ist Alaba der zweite Clásico-Torschütze: Hans Krankl traf im Trikot des FC Barcelona am 17. Februar 1979 zum 1:0 bei einem 2:0-Sieg und dann noch einmal am 23. September 1979 zum Endstand bei einer 2:3-Niederlage.

Autor: Philipp Eitzinger, 25.10.2021