Til Schweiger: "Als Frauen-Magnet gebraucht"
Schauspieler Til Schweiger hat eine Party-Einladung von Harvey Weinstein ausgeschlagen und ist dafür nach eigenen Worten beschimpft worden. Davon erzählt der 62-Jährige in einem Interview mit dem deutschen Playboy.
Til Schweiger erzählt vom nächtlichen Anruf
„Aber dann liege ich nachts im Bett, und mein Telefon klingelt, eine LA-Nummer, 213.“ Am Apparat war Weinstein, der wissen wollte, wo sich Schweiger gerade aufhielt.
Der Produzent wollte im Club feiern und sagte, er brauche ihn. Schweiger antwortete, dass er schlafe – am nächsten Morgen musste er früh raus.
Weinstein ließ nicht locker, wie Schweiger schildert: „Er wieder: ‚Du stehst jetzt auf!‘ Und ich: ‚Harvey, du hast mich nicht verstanden, ich liege im Bett, ich komme nicht.‘“
„Irgendwann hab‘ ich aufgelegt. Am nächsten Morgen habe ich auf mein Handy geschaut, und da waren 17 verpasste Anrufe“, so der Schauspieler. Seine Mailbox sei voller Beleidigungen gewesen.
Das steckt hinter der Bekanntschaft
Kennengelernt habe Schweiger den Produzenten beim Dreh von Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ (2009), den Weinstein produzierte. Schweiger verkörperte darin Feldwebel Hugo Stiglitz.
Anfangs habe er gedacht, Weinstein sei vielleicht doch kein Arsch, sagte er dem Magazin. Hollywood-Chancen hätte ihm die Party aus seiner Sicht nicht gebracht: „Ich glaube, dazu war das zu nichtig. Der hat mich in dem Moment halt als Frauen-Magnet gebraucht.“
Gegen den heute 74-jährigen Weinstein wurden Vorwürfe Dutzender Frauen wegen Sexualverbrechen öffentlich. Er ist mehrfach verurteilt worden und sitzt im Gefängnis.