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Stefanie Giesinger bei Event vor rotem Hintergrund: Sie kritisiert Trend zu extrem dünnen Models nach Ausladung bei Fashion Week in Mailand
Stefanie Giesinger wird bei der Mailänder Fashion Week ausgeladen und kritisiert das zunehmend extreme Schönheitsideal in der Modelbranche.
Stefanie Giesinger wird bei der Mailänder Fashion Week ausgeladen und kritisiert das zunehmend extreme Schönheitsideal in der Modelbranche.
APA-Images / Action Press / AEDT

Stefanie Giesinger ausgeladen: Zu "dick" für Fashion Week in Mailand

02.04.2026 um 13:09, Anna Kirschbaum
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Stefanie Giesinger wird bei der Fashion Week in Mailand ausgeladen. Das Model kritisiert ein extremes Schönheitsideal in der Branche.

Stefanie Giesinger hat von einer kurzfristigen Ausladung bei der Mailänder Fashion Week berichtet. Die 29-Jährige war nach eigenen Angaben für drei Shows gebucht, wurde jedoch noch vor ihrem Auftritt wieder ausgeladen.

Ausladung bei Fashion Week trotz Zusage

In ihrem Podcast „G Spot“ schildert das Model, dass die Entscheidung trotz positiver Rückmeldungen im Vorfeld gefallen sei. Letztlich habe man sich für ein anderes Model entschieden, das einem deutlich schlankeren Schönheitsideal entspricht. Nach ihren Angaben fiel die Wahl auf ein jüngeres und deutlich dünneres Model.

Stefanie Giesinger: Zu „dick“ – Trend zu extremer Schlankheit

Ein Laufsteg, drei gebuchte Shows – und dann das eiskalte Aus. Für Stefanie Giesinger hat die Fashion Week in Mailand ein bitteres Ende genommen. Die 29-Jährige ist kurzfristig ausgeladen worden. Dabei gehört Stefanie Giesinger seit ihrem Sieg bei „Germany’s Next Topmodel“ im Jahr 2014 zu den bekanntesten Gesichtern der Branche und ist international für große Marken im Einsatz. Allein auf Instagram folgen ihr rund fünf Millionen Menschen.

Die kurzfristige Ausladung habe sie persönlich stark getroffen. „Meine Welt ist zusammengebrochen“, sagt Giesinger. In diesem Moment seien auch eigene Unsicherheiten wieder präsent gewesen: „Ich bin jetzt zu alt, ich bin jetzt zu fett, ich kann kein Model sein.“

Stefanie Giesinger: Trend zu Magermodels

Die persönliche Erfahrung ordnet sie dabei in eine größere Entwicklung ein. Sie habe ihr gezeigt, wie groß der Druck innerhalb der Branche weiterhin ist – selbst für etablierte Models.

Seit einigen Jahren beobachte sie eine klare Entwicklung in der Branche, schildert sie in ihrem Podcast „G-Spot“. „Ich würde sagen, dass in den letzten Jahren das Körperideal noch mal dünner wurde“, so Stefanie Giesinger. Während früher etwa breitere Hüften mit Styling kaschiert wurden, sei die Entwicklung heute deutlich extremer, so ihr Eindruck.

Besonders im Backstage-Bereich der Shows sei ihr aufgefallen, wie stark sich die Körperbilder verändert haben. Das Schönheitsideal habe sich deutlich verschoben. Das Erscheinungsbild vieler Models sei ihrem eigenen Körperbau im Kindesalter ähnlich, zieht sie einen überaus drastischen Vergleich: „Ich hatte genauso einen Körper, als ich sieben bis zehn war.“

Model-Ideal: Kritik an gesundheitlichen Folgen

Die extremen Schlankheitsideale bergen enorme gesundheitliche Risiken, warnt das etablierte Model.

„Ich kann euch sagen, 80 bis 90 Prozent werden leider nicht mehr ihre Periode haben“, so Stefanie Giesinger. Das Ausbleiben der Regel sei ein Warnsignal des Körpers, der bei starkem Gewichtsverlust in einen Notmodus schaltet. In diesem Zustand stellt der Körper unter anderem Funktionen wie den Hormonhaushalt und die Fortpflanzung zurück, um Energie zu sparen. Für Giesinger steht fest: „Es ist kein gesundes Schönheitsideal.“

Rückgang von Diversität auf Laufstegen

Neben den gesundheitlichen Bedenken sieht sie auch gesellschaftliche Probleme. Stefanie Giesinger ortet einen Rückschritt bei der Vielfalt in der Branche. In den vergangenen Jahren habe es mehr unterschiedliche Körperformen gegeben, aktuell verschwinde diese Entwicklung jedoch wieder.

Models, die nicht mehr in sehr kleine Größen passen, hätten es zunehmend schwer. Ein Ideal, dem sich Stefanie Giesinger nicht anpassen wolle, betont sie – auch wenn das berufliche Konsequenzen haben könne. Sie habe einen gesunden Körper und ernähre sich ausgewogen. Dass sie nicht mehr in Größe XS passe, sei für sie kein Problem. Dem aktuellen Schönheitsideal wolle sie sich dennoch nicht anpassen.

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