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Robbie Williams bei einem Auftritt auf der Bühne im blauen Trainingsanzug mit Mikrofon. Er spricht über seine Autismus-Diagnose
Robbie Williams hat offen über Autismus, ADHS und seine aufdringlichen Gedanken gesprochen.
Robbie Williams hat offen über Autismus, ADHS und seine aufdringlichen Gedanken gesprochen.
APA-Images / dpa / Tom Weller

"So viel erklärt": Robbie Williams über seine Diagnose

14.08.2026 um 11:54, Jovana Borojevic
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Robbie Williams spricht offen über seine Autismus-Diagnose, ADHS und aufdringliche Gedanken – und verrät, wie ihm Kreativität dabei hilft.

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Robbie Williams lässt tief in seine Gedankenwelt blicken. Der britische Popstar hat bei einem Auftritt in London überraschend über Autismus, ADHS und aufdringliche Gedanken gesprochen. Für den ehemaligen Take-That-Star ist die neue Erkenntnis offenbar sogar eine Erleichterung: Plötzlich würden viele seiner Eigenheiten einen Sinn ergeben.

Robbie Williams spricht über seine Autismus-Diagnose

„Ich habe ADHS und ich habe gerade herausgefunden, dass ich auch ein bisschen Autismus habe“, erklärte Williams bei einer Fragerunde anlässlich der Präsentation der Herbst-/Winter-Kollektion seiner Modemarke „Hopeium“ bei Flannels in London.

Belastend scheint die Erkenntnis für den Sänger nicht zu sein. Ganz im Gegenteil: „Ich liebe das tatsächlich, weil es so viel erklärt“, sagte Williams. Mit seinem typisch schwarzen Humor fügte er hinzu, die Diagnose sei nun seine persönliche „Freikarte aus dem Gefängnis“. Bei ungewöhnlichem Verhalten könne er künftig einfach sagen: „Entschuldigung, ich bin Autist.“

Schon länger spricht Williams offen über sein ADHS. Dieses mache sich bei ihm unter anderem durch den sogenannten Hyperfokus also extreme Konzentration auf einzelne Dinge bemerkbar. „Mit dem ADHS kannst du dich auf etwas zu 1000 Prozent konzentrieren, aber bei absolut allem anderen kannst du es einfach nicht“, erklärte der vierfache Vater.

Ängste und aufdringliche Gedanken

Doch Williams gewährte auch Einblicke in die dunkleren Seiten seiner Gedankenwelt. Immer wieder werde er von sogenannten „intrusive thoughts“, also aufdringlichen Gedanken, beschäftigt.

Wie extrem diese ausfallen können, schilderte der Sänger anhand eines Erlebnisses im Flugzeug. Plötzlich sei ihm der Gedanke gekommen: „Was, wenn ich Telekinese habe und meine aufdringlichen Gedanken dem Flugzeug sagen, dass es abstürzen soll?“

Williams weiß, dass solche Gedanken nichts mit der Realität zu tun haben. Trotzdem zeigen sie, wie sehr sich sein Kopf mit absurden Angst-Szenarien beschäftigen kann. „Das ist also das Ausmaß des Wahnsinns, mit dem ich es zu tun habe“, beschrieb er seine Gedankenwelt.

Bereits zuvor hatte der Popstar über solche Erlebnisse gesprochen und seine aufdringlichen Gedanken als eine Art „inside Tourette’s“ bezeichnet.

So geht Robbie Williams mit seinen Gedanken um

Williams hat für sich eine Strategie gefunden: Kreativität und Ablenkung. Er versucht, seinem Gehirn bewusst etwas anderes zu tun zu geben und den Fokus von Ängsten und aufdringlichen Gedanken wegzulenken.

„Was mich völlig und absolut beschäftigt, ist das Erschaffen von Bildern und lustigen Dingen“, erklärte der Sänger. Wenn er kreativ arbeite, denke er weniger über sich selbst und seine Sorgen nach.

Denn genau jene Vorstellungskraft, die Robbie Williams seit Jahrzehnten als Entertainer antreibt, kann sich offenbar auch gegen ihn richten. Sein Gehirn sei „unglaublich kreativ“ – und könne deshalb ebenso kreativ all jene Dinge ausmalen, vor denen er Angst habe.

Seine Strategie: den Kopf beschäftigen und die enorme Kreativität lieber in Bilder, Humor und neue Ideen stecken, statt den Ängsten die Bühne zu überlassen.

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