Richterin erlässt Haftbefehl gegen Michael Wendler

Das ging wohl daneben! Michael Wendler hätte am Dienstag vor dem Amtsgericht Dinslaken in Deutschland erscheinen sollen. Er kam jedoch nicht und wollte gestern noch ganz eilig seinen Anwalt als Vertretung schicken. Doch die Richterin bestand auf seine persönliche Anwesenheit und verhängte einen Sitzhaftbefehl gegen ihn. Verhandelt werden sollte die Beihilfe zum Vereiteln einer Zwangsvollstreckung in Tateinheit mit Bankrott in zwei Fällen. 

Der Wendler bliebt in Florida

Scheinbar hatte der 49-Jährige keine Lust die Reise von Florida nach Deutschland anzutreten. Über seinen Verteidiger stellte er daher am Montagabend den Antrag, sich von ihm vertreten zu lassen. Richterin und Staatsanwältin waren damit jedoch nicht einverstanden - sie bestanden auf seine persönliche Anwesenheit. Ein Sitzhaftbefehl erlischt, sobald die betroffene Person persönlich vor Gericht erscheint. Am 4. Juli feierte er jedenfalls noch in Florida mit seiner Ehefrau Laura Müller den Unabhängigkeitstag gemeinsam mit Labradorwelpe "Tiger".

 

Schulden ohne Ende

Michael Wendler hat einen riesigen Schuldenberg angehäuft. Eine Baufirma hatte er mit Arbeiten an seiner Villa in Dinslaken beauftragt, bezahlt hatte er dafür jedoch nie. Er ging stattdessen in die Offensive und behauptete, die Arbeiten hätten schwere Mängel aufgewiesen. Er verlangte sogar Schmerzensgeld wegen angeblicher Rufschädigung. Noch dazu soll er Steuerschulden in Millionenhöhe haben.

Darf er nicht mehr in die USA zurück?

Im Falle seines neuerlichen Nichterscheinens vor Gericht könnte der Strafbefehl rechtskräftig werden. Dann wäre Michael Wendler offiziell vorbestraft. Das könnte ihm auch in seiner neuen Wahlheimat Amerika Probleme bereiten. Eine Greencard für einen dauerhaften Aufenthalt kann er sich dann abschminken und auch die erneute Einreise zurück in die Staaten könnte problematisch werden. Ziemlich viele Probleme, die da auf ihn warten. Da könnte Corona-Leugnen noch sein Geringstes sein.

 

Autor: Brigitte Biedermann, 20.07.2021