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Anna Kratki im Radiostudio.
Anna Kratki im Interview.
Anna Kratki im Interview.
Hitradio Ö3/Roman Pfeiffer

Kratki im Talk: So tickt die neue Ö3-Morgen-Lady

23.01.2026 um 11:09, Sandra Eder
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Anna Kratki spricht im Interview über ihren Start in der Ö3-Morgenshow, den Alltag als junge Mama, Karriereentscheidungen und Selbstzweifel.

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Vertrauter Name, neues Gesicht: Mit Anna sorgt eine „neue Kratki“ für frischen Wind in der Ö3-Morgenshow. Im Interview verrät die 32-Jährige, dass sie eigentlich eine Nachteule ist und spricht über den Spagat zwischen Karriereträumen und Mamasein.

Definitiv richtige Entscheidung

Anna, es ist 10:30 Uhr – fühlt sich das für dich wie Mittag an? Hast du dich bereits an den neuen Tagesrhythmus gewöhnt? Anna
Anna Kratki: Sofern man sich daran gewöhnen kann (lacht). Ganz ehrlich: Die Uhrzeit ist definitiv der größte Nachteil an dieser Aufgabe. Ich glaube, jeder, der etwas anderes sagt, lügt. Ich bin generell kein Morgenmensch, als Nachteule fällt mir das Aufstehen nie leicht, aber noch schwerer ehrlicherweise das Früh-ins-Bett-Gehen. Für mich ist die Morgenshow der geilste Job der Welt, dafür nimmt man das alles eben in Kauf. 

Lange überlegt hast du demnach nicht, als der Anruf von Ö3 kam?
Anna Kratki: Als der Anruf kam, habe ich mich sofort mit meinem Mann ausgetauscht – und seine Worte waren: „Wir wissen beide, was das heißt, und dass du das machen wirst.“ Wir haben uns dennoch lange beraten und überlegt, wie wir unseren Alltag organisieren. Ich war gerade Mama geworden und total in der Babybubble, Karriere stand nicht an erster Stelle. Aber mein Bauchgefühl hat Ja gesagt. Und ich bin einfach ein Mensch, der Herausforderungen sehr gerne annimmt. Stillstand gibt es bei mir selten. 

Und fühlt sich diese Entscheidung noch immer richtig an? 
Anna Kratki: „Definitiv. Auch wenn der Spagat zwischen Beruf und Familienleben nicht einfach ist. Aber genau dieses Verlassen der Komfortzone bringt einen weiter im Leben. Man wächst persönlich extrem daran. Außerdem mag ich das Gefühl, frühmorgens schon viel geschafft zu haben – so startet man jeden Tag mit einer gewissen Siegermentalität.“

Druck und Vergleich spürt man

Apropos wachsen: Wie gehst du mit dem Erwartungsdruck von außen um – und mit dem Vergleich mit deinem Vorgänger Robert Kratky? 
Anna Kratki: „Natürlich spürt man diesen Druck und die Vergleiche. Die Resonanz ist zum Glück sehr positiv. Es gibt logischerweise noch viel zu lernen, aber wir sind ein tolles Team, Philipp Bergsmann und ich ergänzen uns perfekt. Und wenn es einmal nicht so rund läuft, habe ich genug Selbstbewusstsein, um zu wissen: Ich bin dem gewachsen.“ 

Kommt dieses Selbstvertrauen aus der Zeit als professionelle Tänzerin? 
Anna Kratki: „Beim Tanzen auf der Bühne schlüpft man in Rollen – oft noch bevor man sie selbst ganz fühlt und ausfüllt. Frei nach dem Motto: Fake it till you make it. Ähnlich ist es bei der Moderation. Gleichzeitig zweifle ich oft an mir und bin eine volle Perfektionistin. Umso wichtiger ist ein gutes Umfeld, das einen daran erinnert, wo man steht – und dass man stolz auf sich sein darf.“

Vom Tanzen zur Moderation

Wie bist du eigentlich vom Tanzen zur Moderation gekommen? 
Anna Kratki: „Ich habe Publizistik studiert und eine Sprecherausbildung gemacht. Als es mit dem Tanzen steil bergauf ging und ich international tätig war, wollte ich ehrlicherweise alles hinschmeißen und habe mich eher als zukünftige Backgroundtänzerin von Justin Bieber gesehen. Meine Eltern haben mich damals überredet, zumindest ein Praktikum zu machen. So bin ich zum Glück zum Moderieren gekommen und ich habe mich irgendwann ganz bewusst für diesen Weg entschieden.“ 

Wenn du freie Musikauswahl hättest: Welcher Song wäre dein perfekter Start in den Tag? 
Anna Kratki: „Let’s Get It Started“ von den Black Eyed Peas. Ein Song, bei dem ich immer mitsinge.“

Offen für Tabu- und Alltagsthemen

Du gibst on Air viel Privates von dir preis. Wo ziehst du deine Grenzen? 
Anna Kratki: „Ich bin grundsätzlich ein sehr offener Mensch und finde, dass generell mehr über Dinge gesprochen werden sollte – auch über Tabu- und Alltagsthemen. Über mein Privatleben zu sprechen ist für mich okay, auch über meine Tochter und meinen Mann. Die Zuhörer sollen merken: Ich bin eine von euch. Gleichzeitig bin ich gerade dabei, meine eigenen Grenzen auszuloten. Wenn man vor dem Mikro steht, vergisst man oft, wie viele Menschen zuhören. Fotos unserer Tochter auf Social Media sind für uns aber eine klare Grenze.“ 

Du beschreibst dich als chaotisch und organisiert zugleich – eine spannende Kombination. 
Anna Kratki: „Beruflich bin ich extrem organisiert: Ich arbeite mit Kalendern, Listen und Notizen. Privat bin ich eine totale Chaotin – ständig suche ich mein Handy oder meine Tasche. Mein Kalender ist mein Hirn. Ohne ihn würde ich komplett untergehen.“

Kurz gefragt - kurz gesagt

Kalte oder warme Dusche?
Warme Dusche. Kalt versuche ich immer wieder – scheitere aber regelmäßig.

Snooze-Taste oder sofort raus?
Sofort raus. Ich habe zu große Angst, zu verschlafen.

Stille oder Musik gleich zum Start?
Musik. Im Bad läuft sofort Ö3 – wegen der Musik, aber auch, um informiert zu sein.

Frühstück vor oder nach der Sendung?
Nach der Sendung. Davor trinke ich Gemüsesuppe. Das kann ich wirklich jedem empfehlen.

Team akribisch vorbereiten oder spontan?
Gute Vorbereitung – aber mit Raum für Spontanität.

Große Ziele oder kleine tägliche Erfolge?
Große Ziele. Man sollte nie aufhören groß zu träumen.

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