"Es ist besser": Darum hat Nicolas Cage seinen Namen geändert
Jahrzehntelang kannte ihn die Kinowelt unter seinem Künstlernamen, nun hat der Oscar-Preisträger Nägel mit Köpfen gemacht. Wie Nicolas Cage (62) in einem aktuellen Interview enthüllt, hat er eine tiefgreifende gesetzliche Namensänderung vollzogen. Der als Nicolas Kim Coppola geborene Schauspieler hat seinen Geburtsnamen nun auch im echten Leben komplett abgelegt. Damit zieht der Star einen endgültigen Schlussstrich unter die ständigen Vergleiche mit seiner prominenten Verwandtschaft rund um Star-Regisseur Francis Ford Coppola.
Kein Name im Schatten: Cage wollte nicht der „Clown-Cousin“ sein
Im Gespräch mit dem Branchenmagazin Variety stellt der 62-Jährige klar, dass er im Alltag keine zwei Identitäten mehr führen möchte. Der Schritt, die Namensänderung auch behördlich eintragen zu lassen, sei bereits im vergangenen Jahr erfolgt. Seine Beweggründe erklärte der Schauspieler gewohnt direkt und emotional: „Ich bin Nick Cage. Ich habe meinen Namen letztes Jahr offiziell und legal ändern lassen. Ich bin Nick Cage im echten Leben und ich bin Nick Cage vor der Kamera. Es ist besser, der Patriarch meiner eigenen kleinen Familie zu sein, als der Clown-Cousin am Rande der Familie von jemand anderem. Also habe ich beschlossen, es durchzuziehen und einfach ‚Cage‘ zu sein.“
Ob ihn die Menschen nun „Nick“ oder „Nicolas“ nennen, ist dem Darsteller übrigens völlig gleichgültig. Auf die Frage, ob er den Vornamen nicht auch gleich hätte kürzen sollen, entgegnet er scherzhaft: „Ich bin beides! Ich denke, die Leute kennen mich unter beiden Namen.“ Den Vornamen behielt er vor allem aus Respekt vor seinem verstorbenen Vater August Coppola, auch wenn ihn die französische Schreibweise ohne das im Englischen übliche „h“ zeitweise frustrierte, weil andere den Namen oft falsch schreiben.
Die Inspiration hinter dem Namen: Marvel-Held und Avantgarde-Kunst
Die Wahl des Nachnamens „Cage“ war kein Zufall, sondern eine wohlüberlegte Hommage an seine persönlichen Einflüsse. Zum einen diente der fiktive Marvel-Comic-Held Luke Cage als Namenspatron, dessen Charakter der Schauspieler schon in seiner Jugend cool fand. Zum anderen floss der Einfluss des Avantgarde-Komponisten John Cage mit ein, da Nicolas Cage in einer sehr kunstsinnigen und experimentellen Familie aufwuchs, in der viel über dessen unkonventionelle Werke gesprochen wurde.
Zudem suchte der junge Schauspieler damals nach einem Namen, der eine ähnliche Wirkung wie der seines großen Idols James Dean erzielen sollte:
- Klang und Wirkung: Der Name sollte kurz, prägnant und einprägsam sein.
- Marvel-Einfluss: Eine direkte Verbindung zu den Luke-Cage-Comics.
- Künstlerischer Anspruch: Eine Würdigung der experimentellen Kompositionen von John Cage.
Spott am Filmset: Die traumatischen Anfänge als Coppola
Obwohl Cage seine gesamte Karriere – mit Ausnahme eines TV-Piloten 1981 und des Kultstreifens Fast Times at Ridgemont High (1982) – unter seinem Künstlernamen bestritt, war der Weg dorthin steinig. Während der Dreharbeiten zu Fast Times wurde er am Set ständig mit dem Ruhm seines Onkels Francis Ford Coppola konfrontiert. Kollegen machten sich über ihn lustig und riefen ihm in Anlehnung an das berühmte Zitat aus Apocalypse Now Sprüche wie „Ich liebe den Geruch von Nicolas am Morgen“ hinterher.
Diese ständigen Sticheleien und der Vorwurf der Vetternwirtschaft machten ihm die Arbeit unmöglich. „Ich beschloss, dass ich das nicht brauche, und änderte den Namen in Cage“, erinnerte er sich. Die nun vollzogene legale Namensänderung besiegelt diesen Befreiungsschlag nach über vierzig Jahren endgültig.
Blick in die Zukunft: Neue Großprojekte in den Startlöchern
Trotz des privaten Meilensteins denkt der vielbeschäftigte Charakterdarsteller keineswegs an den Ruhestand. Aktuell treibt er die Promotion für seine kommenden Großprojekte voran. Besonders im Fokus steht dabei die mit Spannung erwartete Live-Action-Serie Spider-Noir. Darin schlüpft Cage in die Rolle von Ben Reilly alias „The Spider“ – eine Figur, die er bereits im Animationshit Spider-Man: Into the Spider-Verse synchronisieren durfte. Zudem steht im November 2026 der Kinostart des Spielfilms Madden an, in dem er ebenfalls eine Hauptrolle übernimmt.