Abschied von Xander Harris: „Buffy“-Star ist tot
Die Fangemeinde der Kultserie „Buffy – Im Bann der Dämonen“ trägt Trauer: Der US-Schauspieler Nicholas Brendon ist tot. Wie seine Familie über die sozialen Netzwerke mitteilte, verstarb der Darsteller im Alter von 54 Jahren. Die Nachricht verbreitete sich rasch weltweit und löste eine Welle der Anteilnahme unter Kollegen und Fans aus.
Meldung der Familie
Die Familie von Nicholas Brendon veröffentlichte die traurige Nachricht auf Instagram. „Mit tiefem Schmerz geben wir den Tod unseres Bruders und Sohnes Nicholas Brendon bekannt. Er ist friedlich im Schlaf eines natürlichen Todes gestorben“, hieß es in dem emotionalen Beitrag. Neben privaten Einblicken teilten die Angehörigen auch Bilder seiner Kunstwerke, da sich Brendon in seinen letzten Jahren intensiv der Malerei gewidmet hatte.
In dem Statement wird er als einfühlsamer und unermüdlich kreativer Mensch gewürdigt, dessen Leidenschaft weit über die Schauspielerei hinausging.
Karrierebeginn in den Neunzigern
Seine Laufbahn startete Nicholas Brendon bereits in den 1990er-Jahren. Nach ersten kleineren Auftritten in bekannten TV-Produktionen wie „Eine schrecklich nette Familie“ etablierte er sich Schritt für Schritt im hart umkämpften Seriengeschäft von Hollywood.
Durchbruch mit Buffy
Den weltweiten Durchbruch feierte er schließlich an der Seite von Sarah Michelle Gellar. Als Xander Harris war er von 1997 bis 2003 in insgesamt 144 Episoden von „Buffy“ zu sehen. Seine Rolle als loyaler, menschlicher Sidekick ohne übernatürliche Kräfte machte ihn zum absoluten Fan-Favoriten.
Rollen nach dem Serienerfolg
Auch nach dem Ende der Vampirjäger-Serie blieb er dem Fernsehen treu. 2005 übernahm er eine Hauptrolle in „Kitchen Confidential“. Einem breiteren Publikum blieb er zudem durch seine wiederkehrende Rolle als Kevin Lynch in der Krimiserie „Criminal Minds“ (2007–2014) in Erinnerung. Zusätzlich arbeitete er als Synchronsprecher und Theaterdarsteller.
Persönliche Krisen und Gesundheit
Hinter den Kulissen kämpfte Nicholas Brendon jedoch mit schweren persönlichen Dämonen. Er litt jahrelang unter Alkoholabhängigkeit und Depressionen, was immer wieder zu Schlagzeilen und rechtlichen Problemen führte. Auch körperlich war er schwer gezeichnet: Brendon überlebte mehrere Herzinfarkte und litt am Cauda-equina-Syndrom, was komplizierte Operationen an der Wirbelsäule notwendig machte. Trotz dieser Schicksalsschläge fand er zuletzt Trost in seiner Kunst, bevor er nun viel zu früh verstarb.