Wiener Belvedere 21: Künstlerin (42) gestorben
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Künstlerin Henrike Naumann ist tot. Die 1984 in Zwickau geborene deutsche Gegenwartskünstlerin starb in Berlin im Kreis ihrer Familie und Freunde. Wie ihre Familie mitteilte, erlag sie einer „viel zu spät diagnostizierten Krebserkrankung“. Die Nachricht vom Tod der Künstlerin Henrike Naumann löst in der internationalen Kunstszene große Bestürzung aus. Noch vor wenigen Monaten war Henrike Naumann gemeinsam mit der vietnamesisch-deutschen Künstlerin Sung Tieu als Mitgestalterin des Deutschen Pavillons für die Kunstbiennale 2026 in Venedig ausgewählt worden. Das zuständige Institut für Auslandsbeziehungen bestätigte den Tod der Künstlerin Henrike Naumann und sprach von einer „schmerzhaften Lücke“. Mit ihr verliere man nicht nur eine bedeutende Vertreterin der deutschen Gegenwartskunst, sondern auch eine warmherzige und hoch engagierte Persönlichkeit.
Karriere
Künstlerin Henrike Naumann zählte zu den markantesten Stimmen der jüngeren deutschen Kunstszene. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Arbeiten mit Möbeln und Design, die sie nutzte, um gesellschaftliche und politische Entwicklungen sichtbar zu machen. Ihre Installationen verbanden Ästhetik mit Zeitgeschichte und sorgten international für Aufmerksamkeit. Henrike Naumann wurde vielfach ausgezeichnet und stellte weltweit aus. Ihre Werke waren unter anderem Teil der Wanderausstellung „EVROVIZION“, die seit 2021 vor allem in osteuropäischen Regionen gezeigt wird. Auch in Österreich war die Künstlerin Henrike Naumann präsent: In Wien, Graz und Linz wurden ihre Arbeiten ausgestellt. 2019 realisierte sie im Wiener Belvedere 21 die vielbeachtete Installation „Das Reich“. Die Kunstbiennale 2026 in Venedig, bei der Henrike Naumann den Deutschen Pavillon mitgestalten sollte, findet vom 9. Mai bis 22. November statt und gilt neben der documenta in Kassel als eine der wichtigsten Plattformen für zeitgenössische Kunst.
Krankheit
Laut Angaben ihrer Familie wurde die Krebserkrankung der Künstlerin Henrike Naumann zu spät diagnostiziert. Trotz der schweren Krankheit soll es ihr ein großes Anliegen gewesen sein, die konzeptionelle Arbeit am Deutschen Pavillon noch zu vollenden, damit ihre künstlerische Vision umgesetzt werden kann. Mit dem Tod der Künstlerin Henrike Naumann verliert die Kunstwelt eine prägende Stimme der Gegenwartskunst. Ihr Werk und ihr Engagement werden in Erinnerung bleiben.