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Eine junge Frau im Kleid und ein junger Mann im Anzug gehen nebeneinander
Prinzessin Ingrid Alexandra und ihr Bruder Prinz Sverre Magnus
Prinzessin Ingrid Alexandra und ihr Bruder Prinz Sverre Magnus
APA-Images / NTB / Lise Åserud

Sorge um Mette-Marit: Prinzessin Ingrid Alexandra eilt nach Norwegen

04.06.2026 um 08:33, Cornelia Scheucher
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Im norwegischen Königshaus wächst die Sorge um Mette-Marit: Prinzessin Ingrid Alexandra brach nun ihr Australien-Studium ab, um bei ihrer Mutter zu sein.

Prinzessin Ingrid Alexandra brach in dieser Woche ihr Auslandsstudium in Australien vorzeitig ab. Die 22-jährige Thronfolger-Tochter kehrte in ihre norwegische Heimat zurück, um ihrer schwer kranken Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit, beizustehen. Am Mittwoch traf sie in Oslo ein. Ihr Schritt zeigt, wie ernst die Lage im norwegischen Kronprinzenhaus ist und welches Spannungsfeld zwischen öffentlicher Rolle, Gesundheit und privaten Belastungen die Familie derzeit erlebt.

Mette-Marits Gesundheitszustand

Kronprinzessin Mette-Marit leidet an einer seltenen, unheilbaren Form von Lungenfibrose, die sie 2018 öffentlich machte. Die Krankheit führt zu Narbenbildung in der Lunge und damit zu zunehmender Atemnot. Inzwischen ist die Erkrankung so weit fortgeschritten, dass sie auf eine Lungentransplantation vorbereitet wird. Bereits zu Weihnachten wurde bekannt, dass diese Vorbereitungen laufen. Bei jüngsten öffentlichen Auftritten erschien Mette-Marit mit einem Sauerstoffgerät und musste sich immer wieder setzen. Kronprinz Haakon beschreibt den Gesundheitszustand seiner Frau als ernst und passt seine Aufgaben an. Eine Reise nach Japan kürzte er wegen ihrer Situation von vier auf drei Tage.

Familie unter Druck

In dieser Situation rückt die Thronfolgerfamilie enger zusammen. Zur engsten Familie von Prinzessin Ingrid Alexandra gehören ihre Eltern Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit sowie Halbbruder Marius Borg Hoiby aus einer früheren Beziehung der Kronprinzessin. Gleichzeitig steht die Familie unter erheblichem öffentlichen Druck. Dieser reicht von der schweren Erkrankung Mette-Marits über das laufende Verfahren gegen Marius Borg Hoiby, der sich wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht verantworten muss und dessen Urteil am 15. Juni erwartet wird, bis hin zur Kritik an Mette-Marits langjähriger Freundschaft mit dem inzwischen verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Gerichtliche Schutzanordnung in Sydney

Auch in Australien stand Ingrid Alexandra zuletzt im Fokus. In Sydney wurde ein dreiundsechzigjähriger Mann wegen mutmaßlichen Stalkings der Prinzessin mit einem gerichtlichen Kontaktverbot belegt. Das Gericht erließ eine einstweilige Schutzanordnung, die dem Mann strikt verbietet, Kontakt zur norwegischen Thronfolgerin oder ihrer Familie aufzunehmen.

Der dreiundsechzigjährige Mann bestritt die Stalking-Vorwürfe vor Gericht und gab an, er habe der Prinzessin lediglich eine Karte an ihre Unterkunft an der Universität von Sydney geschickt und sie um Freundschaft gebeten. Rund um den Gerichtstermin spitzte sich die Situation jedoch weiter zu. Vor einem nahegelegenen Hotel geriet der Mann mit einem Pressefotografen aneinander und attackierte ihn mutmaßlich.

Kurz nach der Verhandlung kam es zur Festnahme. Die Polizei teilte mit, Beamte des Inner West Police Area Command hätten gegen 10.20 Uhr einen dreiundsechzigjährigen Mann festgenommen, nachdem er vor dem Newtown Local Court einen Kameramann angegriffen habe. Der Mann wurde direkt nach seinem Gerichtstermin in Handschellen abgeführt. Selbst auf der Polizeiwache soll er noch lautstark aus dem Vernehmungszimmer geschrien haben.

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