Felipe VI heimlich operiert: Jetzt gerät das Königshaus in die Kritik
- Felipe VI verbrachte eine Nacht in der Klinik
- Königshaus informierte erst nach dem Eingriff
- Augenarzt erwartet rasche Genesung
König Felipe VI ist nach einer Augenoperation wieder aus dem Spital entlassen worden. Der spanische König ließ sich am Samstag wegen Grauen Stars behandeln. Medizinisch verlief der Eingriff offenbar problemlos. Für Diskussionen sorgt allerdings die Informationspolitik des Königshauses: Die Öffentlichkeit erfuhr erst nach der Operation davon.
Felipe VI verbrachte eine Nacht in der Klinik
Felipe VI. wurde am Samstag, 24. Oktober, im Instituto Oftalmológico Fernández-Vega in Oviedo operiert. Der Eingriff am linken Auge dauerte rund 30 Minuten. Dabei wurde nicht nur der Graue Star behandelt. Die Operation sollte auch bestehende Sehfehler korrigieren.
Anschließend blieb der König über Nacht in der Klinik. Am Sonntag konnte er das Spital wieder verlassen. Auf Fragen zu seinem Befinden antwortete er knapp: „Sehr gut, gut, danke!“
Königshaus informierte erst nach dem Eingriff
Dass sich der 58-jährige Monarch einer Augenbehandlung unterziehen muss, wurde erst nach dem Eingriff bekannt. Bei Protokollexperten stößt die zurückhaltende Kommunikation des Königshauses auf scharfe Kritik. Schließlich nimmt Felipe VI als Staatsoberhaupt eine zentrale verfassungsrechtliche Funktion ein. Sie sehen ein Spannungsverhältnis zwischen dem Recht des Monarchen auf medizinische Privatsphäre und dem öffentlichen Interesse an seiner Gesundheit.
Augenarzt erwartet rasche Genesung
Der behandelnde Augenarzt Luis Fernández-Vega zeigt sich unterdessen zuversichtlich. Die Sehkraft des Königs werde sich verbessern. Für die nächsten Tage seien lediglich Augentropfen und eine Sonnenbrille vorgesehen.
Auch eine längere Unterbrechung seiner Amtsgeschäfte ist nach Einschätzung des Arztes nicht notwendig. Bereits für Montag steht ein offizieller Termin in Madrid auf dem Programm.