Pisati über Fehlgeburt: "Ich war komplett allein"
Inhalt
- Chiara Pisati spricht erstmals über ihre Fehlgeburt
- "Ich dachte, ich sterbe": Starke Schmerzen nach der Fehlgeburt
- Alleine gelassen: Kritik an Betreuung nach Fehlgeburt
- Schwangerschaft nach Fehlgeburt: Angst trotz Regenbogenbaby
Als Chiara Pisati im November ihre Schwangerschaft öffentlich machte, war die Freude groß. Die aus der XXXLutz-Werbung bekannte Schauspielerin strahlte vor Glück und blickte voller Vorfreude auf ihr erstes Kind. Doch hinter dem Babyglück verbarg sich ein schwerer Schicksalsschlag: Vor ihrer Schwangerschaft mit ihrem ersten Kind erlitt Chiara Pisati eine Fehlgeburt.
Chiara Pisati spricht erstmals über ihre Fehlgeburt
Nun spricht die 30-Jährige offen über ihre Erfahrungen mit einer Fehlgeburt. Das Thema sei noch immer mit vielen Emotionen verbunden. „Kaum jemand spricht über seine Fehlgeburten. Es ist immer noch ein Tabuthema“, erklärt Chiara Pisati im Gespräch mit heute.at.
Mit ihrer Offenheit möchte sie anderen Frauen Mut machen und zeigen, dass sie mit ihrer Trauer nicht alleine sind. Vor allem die Zeit nach dem Verlust habe sie nachhaltig geprägt.
"Ich dachte, ich sterbe": Starke Schmerzen nach der Fehlgeburt
Nachdem Ärzte festgestellt hatten, dass ihr Baby nicht lebend zur Welt kommen würde, erhielt die Schauspielerin Medikamente, um die Wehen einzuleiten. Der natürliche Abgang setzte nicht von selbst ein.
Was folgte, beschreibt Chiara Pisati als traumatische Erfahrung. Stundenlang litt sie unter starken Schmerzen und heftigen Blutungen. „Ich wusste nicht, wie ich das veratmen soll. Ich dachte wirklich, ich sterbe“, erinnert sie sich im Heute-Gespräch.
Besonders belastend: Die Blutungen hielten noch mehrere Wochen an. Auf diese körperlichen und psychischen Folgen einer Fehlgeburt sei sie nicht vorbereitet gewesen.
Alleine gelassen: Kritik an Betreuung nach Fehlgeburt
Besonders kritisch sieht die frischgebackene Mama die Betreuung während dieser schwierigen Zeit. Nach der Verabreichung der Medikamente wurde sie nach Hause geschickt.
„Im Grunde machst du eine Geburt durch. Allein“, schildert Chiara Pisati ihre Erfahrungen.
Die Schauspielerin fordert mehr Unterstützung für Frauen nach einer Fehlgeburt. Aus ihrer Sicht sollten Betroffene besser über mögliche Folgen aufgeklärt und medizinisch begleitet werden. Vor allem die psychische Belastung werde häufig unterschätzt.
Schwangerschaft nach Fehlgeburt: Angst trotz Regenbogenbaby
Schon kurze Zeit nach dem Verlust wurde Chiara Pisati erneut schwanger. Doch die neue Schwangerschaft nach Fehlgeburt brachte nicht nur Freude, sondern auch große Unsicherheit mit sich.
„Eine neue Schwangerschaft nach einer Fehlgeburt ist nicht einfach nur schön oder heilend. Sie ist oft auch geprägt von Angst“, erzählt sie offen.
Die Freude über ihr Regenbogenbaby sei zwar groß gewesen, gleichzeitig habe sie ständig Angst gehabt, ihr Kind erneut zu verlieren. Die Trauer über die Fehlgeburt habe sie bewusst zurückgedrängt und sich selbst kaum erlaubt zu weinen.
Erst als sie ihr Baby gesund in den Armen hielt, verschwand die Angst. Heute ist Chiara Pisati glückliche Mama eines Sohnes und möchte mit ihrer Geschichte anderen Betroffenen Mut machen, offen über eine Fehlgeburt, die Trauer danach und die Herausforderungen einer Schwangerschaft nach Fehlgeburt zu sprechen.