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Bill Kaulitz spricht bei einem Pressetermin über seine Jugend und die queerfeindlichen Angriffe, die er als Frontmann von Tokio Hotel erleben musste.
Bill Kaulitz berichtet offen über die queerfeindlichen Angriffe in seiner Jugend. Der Tokio-Hotel-Sänger spricht über Scham, Demütigungen und seine schwierige Kindheit.
Bill Kaulitz berichtet offen über die queerfeindlichen Angriffe in seiner Jugend. Der Tokio-Hotel-Sänger spricht über Scham, Demütigungen und seine schwierige Kindheit.
APA-Images / dpa / Felix Hörhager

Kaulitz enthüllt tragische Jugend: "Zwischen Beine gefasst"

22.07.2026 um 12:56, Jovana Borojevic
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Bill Kaulitz spricht erstmals offen über queerfeindliche Angriffe in seiner Jugend. Der Tokio-Hotel-Star erzählt von Scham, Angst und dem Schmerz, der bleibt.

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Bill Kaulitz gilt heute als Symbol für Individualität und Selbstbestimmung. Der Tokio-Hotel-Frontmann trägt, was er will, sagt, was er denkt, und steht offen zu sich selbst. Doch der Weg dorthin war alles andere als einfach. Schon als Teenager stand der heute 36-Jährige im Rampenlicht. Lange konnte er nicht einfach er selbst sein und seine Sexualität offen leben. Jetzt spricht Bill Kaulitz über eine weitere Tragödie seiner Jugend: queerfeindliche Angriffe, die ihn bis heute nicht loslassen.

Bill Kaulitz berichtet von queerfeindlichen Angriffen

Im Interview mit dem „Stern“ schildert Bill Kaulitz erschütternde Erlebnisse aus seiner Kindheit und Jugend. „Damals gab es Situationen, in denen mir die Hose runtergezogen wurde oder mir im Schwimmbad zwischen die Beine gefasst wurde“, erzählt der Sänger.

Den Tätern sei es darum gegangen, sein Geschlecht zu identifizieren. Wegen seines Aussehens und seines Auftretens sei der Tokio-Hotel-Star immer wieder Ziel queerfeindlicher Angriffe geworden. Die Übergriffe seien für ihn zutiefst verletzend gewesen.

Rückblickend sagt Bill Kaulitz: „Das war für mich fast normal.“ Ein Satz, der zeigt, wie sehr sich die Anfeindungen damals in seinen Alltag eingebrannt hatten.

Bill Kaulitz schwieg jahrelang aus Scham

Besonders schmerzhaft war für den Musiker, dass er mit kaum jemandem über die Vorfälle sprach. „Aus Scham habe ich es oft niemandem erzählt“, berichtet Bill Kaulitz. Die Erlebnisse hätten ihn geprägt, den Schmerz trage er bis heute in sich.

Erst sein Leben in Los Angeles habe ihm geholfen, ein neues Selbstbewusstsein zu entwickeln. Dort könne er heute offen über seine Vergangenheit sprechen und die Erlebnisse besser einordnen.

„Ich kann heute mit meinen Haaren und meinen ,Penisschuhen‘ hier sitzen, weil ich weiß, dass ich mich wehren kann“, sagt Bill Kaulitz. Gleichzeitig macht er deutlich, dass viele queere Menschen dieses Gefühl von Sicherheit noch immer nicht erleben.

„Kaulitz & Kaulitz“: Neue Netflix-Staffel führt zurück in Bills Kindheit

Auch in der dritten Staffel von „Kaulitz & Kaulitz“, die ab 23. Juli auf Netflix verfügbar ist, setzen sich Bill Kaulitz und Tom Kaulitz mit ihrer Vergangenheit auseinander.

Für die neuen Folgen kehren die Zwillinge in ihre Heimat im Raum Magdeburg zurück und besuchen ein Klassentreffen. Für Bill Kaulitz war die Reise emotional. „Das war keine behütete Kindheit“, sagt der Musiker. Seine Jugend sei von Angst, Hass und Gewalt geprägt gewesen.

Trotz allem blickt er heute ohne Verbitterung zurück. Der Besuch der alten Heimat sei „sehr heilend“ gewesen. Groll wolle er nicht mit sich herumtragen. Auch Tom Kaulitz beschreibt das Klassentreffen als einen der schönsten Momente des vergangenen Jahres.

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