Todesschuss am Set: Alec Baldwin droht Gefängnis

Der US-Schauspieler muss sich für den fatalen Unfall während der Dreharbeiten des Films „Rust“ vor Gericht verantworten.
Autor: Simone Reitmeier, 20.01.2023 um 10:07 Uhr

Im Oktober 2021 erschoss der US-Schauspieler Alec Baldwin am Set des Westerns „Rust“ versehentlich die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins mit einer Requisitenwaffe. In dem Revolver befand sich nicht wie üblich eine Platzpatrone, sondern eine echte. Ebenfalls von dem Projektil verletzt wurde der Regisseur Joel Souza. Vergangenes Jahr kam es zwischen Baldwin und den Witwer der toten Frau zu einer außergerichtlichen Einigung. Nun steht offenbar eine Anklage der Staatsanwaltschaft bevor.

Baldwin muss sich vor Gericht verantworten

Laut örtlichen Behörden möchte die Staatsanwaltschaft in New Mexico gegen Alec Baldwin Anklage erheben. Der verhängnisvolle Unfall ereignete sich auf einer Ranch in Santa Fe. Warum sich in der Waffe ein echtes Projektil befand, ist bis heute unklar. Baldwin beteuerte stets seine Unschuld, wirkte nach dem Unfall mitgenommen und verstört. Nach über einem Jahr Ermittlungen wird ihm fahrlässige Tötung vorgeworfen. Auch die leitende Waffenmeistern Hannah Gutierrez-Reed wird angeklagt und muss sich vor Gericht verantworten. Fahrlässige Tötung wird in New Mexico mit bis zu 18 Monaten Haft und 5.000,- US-Dollar Strafe bedroht.

Erinnerungsfoto am Todestag

Als sich die Tragödie am 21. Oktober 2022 erstmals jährte, postete Alec Baldwin auf Instagram eine Foto der verstorbenen Halyna Hutchins und schrieb "One year ago today...". Während viele User Mitgefühl äußerten, gab es auch kritische Stimmen, die das Foto nicht passend fanden.