Große Trauer: Schauspiel-Ikone ist tot
- Angelika Mann: Frühe Jahre und musikalischer Start
- Angelika Manns großer Durchbruch in der DDR
- Ausreise 1985: Ein Neuanfang im Westen Berlins
- Karriere nach der Wende: Theater und Filmprojekte
- Angelika Mann tot: Die letzten Jahre und der Kampf gegen den Krebs
Die Nachricht erschüttert die Fans: Angelika Mann ist tot. Die als „Die Lütte“ bekannte Künstlerin verstarb im Alter von 76 Jahren. Mit ihr verliert Deutschland eine unverwechselbare Stimme, die in der DDR zur Legende wurde und auch nach der Wende die Bühnen des Landes prägte.
Angelika Mann: Frühe Jahre und musikalischer Start
Angelika Mann wuchs in Berlin auf. Schon als Kind saß sie täglich am Klavier, bis zu acht Stunden. Sie liebte Bach, später die Beatles. Musik war ihr Halt. Nach dem Schulabschluss machte sie dennoch eine Lehre in einer Apotheke. Sie mochte den Kontakt zu Menschen, wie sie einmal sagte. In der Mittagspause sang sie den Kollegen die neuesten Schlager vor.
Angelika Manns großer Durchbruch in der DDR
In den 1970er Jahren begann ihre Karriere richtig. Sie trat an der Seite des Komponisten Reinhard Lakomy auf. Ihre unverwechselbare Stimme prägte den „Traumzauberbaum“, Lakomys legendäre Kinderschallplatte. Angelika Mann sang mit Manfred Krug, sie sang mit Uschi Brüning. Ihre Band Obelisk machte sie zu einer festen Größe der DDR-Musikszene. Lieder wie „Kutte“ oder „Was treibt mich nur“ liefen im Radio rauf und runter. 1982 moderierte sie ihre eigene Fernsehsendung. In dieser Zeit bekam sie den Spitznamen „die Lütte“. Sie war nur 1,49 Meter groß, aber ihre Stimme füllte ganze Säle.
Angelika Mann tot: Die letzten Jahre und der Kampf gegen den Krebs
Zuletzt lebte Angelika Mann in Berlin-Rudow. Die Krebserkrankung nahm ihr viel Kraft, aber nicht die Bühne. Sie spielte weiter. 2022 sagte sie im Gespräch mit der Zeitschrift Superillu: „Das Theaterspielen ist mein Lebenselixier – ich würde sagen: Es war meine wahre Therapie.“
Die Auftritte gaben ihr Energie. Ihre Familie, Ehemann Ralf Rasch und Tochter Ulrike Weidemüller, stand ihr zur Seite. Am Mittwoch verlor „die Lütte“ den Kampf gegen den Krebs. Dass Angelika Mann tot ist, hinterlässt eine große Lücke in der deutschen Kulturlandschaft.
Ausreise 1985: Ein Neuanfang im Westen Berlins
1984 stellte sie einen Ausreiseantrag. Die politische Enge der DDR erdrückte sie. Ein Jahr später durfte sie gehen. In West-Berlin begann sie neu. Sie wurde am Theater des Westens als Lucy in der „Dreigroschenoper“ gefeiert. Sie fand ihr Publikum wieder, diesmal auf der anderen Seite der Mauer. Sie zeigte Haltung, ohne laut zu werden. Später sagte sie über diese Zeit, sie habe sich „komplett neu erfinden müssen“.
Karriere nach der Wende: Theater und Filmprojekte
Nach dem Mauerfall kehrte Angelika Mann oft in den Osten zurück. Sie spielte in Dresden in der Komödie „Kalender Girls“, an der Seite von Viktoria Brams, Ursula Karusseit und Uta Schorn. Auch im Film zeigte sie Präsenz. In Rosa von Praunheims Werk „Der Einstein des Sex“ übernahm sie eine Rolle. Sie schrieb Dialogbücher, sie stand auf Kabarettbühnen. 2018 sang sie mit Frank Schöbel auf dessen Weihnachtsalbum „Endlich Weihnacht“. Ihr Stil blieb unverwechselbar. Ihre Lieder blieben ehrlich.