Alarm: Bombendrohung während Ungarn-Wahl
Während in Ungarn am Sonntag die richtungsweisende Parlamentswahl stattfindet, haben Bombendrohungen in zwei Großstädten für kurzzeitige Unterbrechungen und Polizeieinsätze gesorgt. Sowohl in Miskolc als auch in Pécs mussten Wahllokale geräumt werden, bevor die Behörden Entwarnung geben konnten.
Miskolc: Kulturzentrum nach Drohung geräumt
In Miskolc, der viertgrößten Stadt in Ungarn, wurde der Wahlvorgang am Nachmittag jäh unterbrochen. Betroffen war ein zentrales Kulturzentrum, in dem mehrere Wahllokale untergebracht sind. Nach einer eingegangenen Bombendrohung musste das Gebäude evakuiert werden. Vor dem Gebäude bildete sich rasch eine Schlange von rund 50 wartenden Bürgern, die ihre Stimme bei dieser entscheidenden Wahl abgeben wollten.
Pécs: Automatisierte Drohstimme im Krankenhaus
Wenig später kam es auch in Pécs zu einem ähnlichen Vorfall. Hier richtete sich die Bombendrohung gegen ein Wahllokal, das sich in einem Krankenhaus im Wahlkreis Baranya 1 befand. Laut Berichten wurde die Drohung per Telefon durch eine automatisierte Stimme übermittelt. Die Polizei reagierte unmittelbar, um die Sicherheit der Patienten und Wähler zu gewährleisten.
Polizeieinsatz und Spürhunde: Der Ablauf der Durchsuchungen
In beiden Städten rückte die Polizei mit einem Großaufgebot an. In Miskolc kamen Sprengstoffspürhunde zum Einsatz, um das betroffene Kulturzentrum gründlich zu untersuchen. Nach etwa 30 Minuten intensiver Suche konnte die Polizei in beiden Fällen Entwarnung geben: Es wurde kein Sprengstoff gefunden. Es handelte sich jeweils um einen falschen Alarm, woraufhin die Wahl fortgesetzt werden konnte.