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Spritpreisbremse vor einer Anzeigetafel mit hohen Benzin- und Dieselpreisen
Die neue Spritpreisbremse soll Autofahrer entlasten. Im Oktober und November sollen Benzin und Diesel um insgesamt 12,2 Cent pro Liter günstiger werden.
Die neue Spritpreisbremse soll Autofahrer entlasten. Im Oktober und November sollen Benzin und Diesel um insgesamt 12,2 Cent pro Liter günstiger werden.
DesignRage / shutterstock.com

Neue Spritpreisbremse fix: Tanken wird jetzt deutlich billiger

23.09.2026 um 15:38, Stefanie Hermann
min read
Die neue Spritpreisbremse ist fix: Benzin und Diesel werden im Oktober und November um 12,2 Cent pro Liter günstiger. So funktioniert die Entlastung.

Die Bundesregierung hat sich auf eine deutliche Ausweitung der Spritpreisbremse geeinigt. Im Oktober und November sollen Benzin und Diesel um insgesamt 12,2 Cent pro Liter günstiger werden. Erreicht werden soll die Entlastung durch eine Senkung der Mineralölsteuer, einen Eingriff bei den Margen der Ölkonzerne und die dadurch sinkende Mehrwertsteuer. Für Dezember soll die Lage neu bewertet werden.

Spritpreisbremse bringt 12,2 Cent Entlastung

Die bisherige Spritpreisbremse wird damit deutlich ausgeweitet. Im September lag die Entlastung noch bei 1,9 Cent pro Liter. Nun sollen Autofahrerinnen und Autofahrer mehr als zwölf Cent weniger bezahlen.

Konkret wird die Mineralölsteuer um 6,7 Cent pro Liter reduziert. Weitere 3,5 Cent pro Liter sollen durch einen Eingriff bei den Margen der Ölkonzerne eingespart werden. Weil sich dadurch auch die Mehrwertsteuer reduziert, ergibt sich laut den aktuellen Berechnungen eine Gesamtentlastung von 12,2 Cent je Liter.

Die neue Spritpreisbremse auf einen Blick

12,2 Cent
Entlastung insgesamt pro Liter

 

6,7 Cent
weniger Mineralölsteuer pro Liter
3,5 Cent
Entlastung durch den Eingriff bei den Margen
Oktober und November
In diesen beiden Monaten soll die neue Spritpreisbremse gelten

 

Zusätzlich wirkt sich die niedrigere Bemessungsgrundlage auf die Mehrwertsteuer aus. Für Dezember will die Bundesregierung die Lage und die Entwicklung der Spritpreise neu bewerten.

Neue Regelung gilt für Oktober und November

Vorerst ist die stärkere Spritpreisbremse auf Oktober und November 2026 begrenzt. Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Für Dezember will die Bundesregierung abhängig von der internationalen Lage und der weiteren Entwicklung der Treibstoffpreise erneut beraten.

Auslöser für die neuerliche Maßnahme sind die zuletzt gestiegenen Treibstoffpreise. Als wesentlichen Faktor nennen die vorliegenden Berichte die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die Entwicklungen rund um die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab.

Rund fünf Euro weniger pro Tankfüllung

Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) bezifferte die Entlastung für Pendler und Familien mit rund fünf Euro pro Tankfüllung. Rechnerisch entspricht die Spritpreisbremse bei 40 Litern einer Ersparnis von 4,88 Euro. Bei einer 50-Liter-Tankfüllung wären es 6,10 Euro.

Der Eingriff fällt damit deutlich stärker aus als bisherige Regelungen. Bereits im März hatte die Bundesregierung angesichts der damaligen Preisentwicklung ein Maßnahmenpaket beschlossen, das unter anderem eine Senkung der Mineralölsteuer und eine Begrenzung von Margen vorsah. Damals wurde eine Entlastung von rund zehn Cent pro Liter angekündigt.

Spritpreisbremse: So viel sparen Sie beim Tanken

TankmengeErsparnis
30 Liter3,66 Euro
40 Liter4,88 Euro
50 Liter6,10 Euro
60 Liter7,32 Euro

Berechnungsgrundlage ist die angekündigte Entlastung von 12,2 Cent pro Liter. Die tatsächlichen Preise an der Tankstelle hängen weiterhin von der jeweiligen Preisentwicklung ab.

Regierung reagiert auf höhere Spritpreise

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) begründet die neue Spritpreisbremse mit der Eskalation im Nahen Osten und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Preise. Die Maßnahme solle dafür sorgen, dass die Preise an den Zapfsäulen wieder sinken.

Der neuerlichen Einigung waren Forderungen aus den Bundesländern vorausgegangen. Unter anderem hatten Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ihr Stellvertreter Stephan Pernkopf sowie Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (alle ÖVP) eine stärkere Entlastung verlangt. Stelzer hatte die bisherige Spritpreisbremse von rund zwei Cent angesichts der Preisentwicklung als nicht mehr ausreichend bezeichnet.

Koalition einigt sich auch auf Margeneingriff

Politisch bemerkenswert ist die Einigung auf einen neuerlichen Eingriff bei den Margen. Darüber hatte es innerhalb der Koalition zuvor unterschiedliche Positionen gegeben. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) hatte eine Margenbegrenzung befürwortet, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) hingegen vor möglichen Auswirkungen von Markteingriffen auf die Versorgungssicherheit gewarnt.

Nun trägt die gesamte Dreierkoalition die neue Regelung mit. NEOS-Chefin und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger erklärte, Preisspitzen sollten gezielt gedämpft werden, ohne Versorgungssicherheit und Wettbewerb zu gefährden.

FAQ: Die neue Spritpreisbremse in Österreich

Wie hoch ist die neue Spritpreisbremse?

Die neue Spritpreisbremse soll eine Entlastung von insgesamt 12,2 Cent pro Liter bringen. Dazu tragen eine Senkung der Mineralölsteuer, ein Eingriff bei den Margen der Ölkonzerne und der daraus resultierende Effekt bei der Mehrwertsteuer bei.

Wann gilt die neue Spritpreisbremse?

Die stärkere Spritpreisbremse gilt für Oktober und November 2026. Für Dezember will die Bundesregierung die internationale Lage und die Entwicklung der Treibstoffpreise neu bewerten.

Wie setzt sich die Entlastung von 12,2 Cent zusammen?

Die Mineralölsteuer wird um 6,7 Cent pro Liter reduziert. Weitere 3,5 Cent pro Liter sollen durch einen Eingriff bei den Margen der Ölkonzerne eingespart werden. Zusätzlich wirkt sich die niedrigere Bemessungsgrundlage auf die Mehrwertsteuer aus.

Wie viel spare ich bei einer Tankfüllung?

Bei einer Entlastung von 12,2 Cent pro Liter beträgt die rechnerische Ersparnis bei 40 Litern 4,88 Euro. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern sind es 6,10 Euro.

Was passiert mit der Spritpreisbremse ab Dezember?

Für Dezember gibt es noch keine endgültige Regelung. Die Bundesregierung will abhängig von der internationalen Lage und der weiteren Entwicklung der Spritpreise erneut über die Spritpreisbremse beraten.

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