ID Austria bekommt KI-Upgrade: Chatbot „ida“ soll Behördenwege revolutionieren
- ID Austria: Neue Funktionen im Überblick
- Mobile Vollmacht: Digitale Vertretung
- eAusweise direkt erreichbar
- KI-Chatbot ida startet
- Datensicherheit & Technologie
- Nutzerzahlen & Ausbaupläne
Die ID Austria wird umfassend erweitert: Mit neuen Funktionen und einem KI-Chatbot will die Regierung die digitale Verwaltung deutlich vereinfachen. Der Relaunch bringt erstmals mobile Vollmachten, bessere Zugänge zu digitalen Ausweisen und ab Sommer auch künstliche Intelligenz in die Behörden-App.
ID Austria: Neue Funktionen im Überblick
Die ID Austria App wird mit einem umfassenden Update ausgestattet. Ziel ist es, Behördenwege digital zu erleichtern und den Zugang zu staatlichen Services deutlich zu verbessern. Im Zentrum stehen neue Funktionen, bessere Verknüpfungen und erstmals der Einsatz von KI in der Verwaltung.
Änderungen auf einen Blick: ID Austria Update
- Mobile Vollmacht: Vertretung bei Behördenwegen erstmals digital möglich
- KI-Chatbot „ida“: Unterstützung bei Anträgen und Fragen rund um die Uhr
- eAusweise integriert: Direkter Zugriff über die ID Austria App
- Datenschutz: Betrieb auf österreichischen Servern ohne Datenabfluss ins Ausland
- Mehr Nutzer geplant: Ziel von neun Millionen Anwendungen bis 2029
Mobile Vollmacht: Digitale Vertretung
Mit dem Update führt die ID Austria eine zentrale Neuerung ein: die mobile Nutzung von Vollmachten. Nutzerinnen und Nutzer können sich damit künftig im Namen einer anderen Person bei digitalen Services anmelden.
Das soll vor allem im Alltag entlasten. So wird es etwa möglich, für Angehörige Medikamente abzuholen oder Behördenwege digital zu erledigen. Voraussetzung bleibt jedoch, dass beide Personen über eine registrierte ID Austria verfügen.
eAusweise direkt erreichbar
Ebenfalls neu ist die bessere Verknüpfung mit der Plattform eAusweise. Diese ist nun direkt über den Startbildschirm der ID Austria erreichbar.
Trotz dieser Integration bleiben beide Anwendungen vorerst getrennt. Langfristig verfolgt die Regierung jedoch das Ziel, mehrere Bürgerservice-Apps in einer zentralen Lösung zu bündeln.
KI-Chatbot ida startet
Ab Ende Juli 2026 wird mit „ida“ erstmals ein KI-Chatbot in die ID Austria integriert. Dieser soll rund um die Uhr Fragen zu Behördenwegen beantworten und Nutzer durch Prozesse wie Reisepass-Verlängerung oder Adressänderung führen.
Langfristig ist geplant, dass die künstliche Intelligenz nicht nur informiert, sondern – mit ausdrücklicher Zustimmung – auch aktiv bei digitalen Amtswegen unterstützt. Laut Staatssekretär Alexander Pröll gilt das Projekt als Vorreiter in Europa.
Datensicherheit & Technologie
Beim Thema Datenschutz setzt die Regierung auf nationale Infrastruktur. Der Chatbot läuft auf Servern des Bundesrechenzentrums in Wien. Damit soll sichergestellt werden, dass keine Daten ins Ausland abfließen.
Die zugrunde liegende KI-Technologie stammt vom französischen Unternehmen Mistral und wurde bewusst als europäische Lösung gewählt.
Nutzerzahlen & Ausbaupläne
Aktuell nutzen rund sechs Millionen Menschen die ID Austria. Bis 2029 soll diese Zahl auf neun Millionen Nutzer steigen.
Um die Nutzung weiter zu fördern, plant das Digitalisierungsministerium eine österreichweite Info-Tour mit rund 200 Stopps. Parallel dazu wird die App laufend verbessert, um die Nutzerfreundlichkeit weiter zu erhöhen.