„Unendlich traurig“: Herbert Kickl trauert um engen Freund
- Herbert Kickl: „Macht mich unendlich traurig“
- Kickl verliert einen „treuen Freund“
- SPÖ und Grüne würdigen Norbert Nemeth
- ÖVP und NEOS sprechen Beileid aus
- Norbert Nemeth prägte die FPÖ seit 2006
Der überraschende Tod von Norbert Nemeth trifft FPÖ-Chef Herbert Kickl schwer. In einer persönlichen Stellungnahme trauert Kickl um seinen langjährigen Weggefährten und engen Freund. Auch ÖVP, SPÖ, Grüne und NEOS zeigen sich vom Tod des 57-jährigen FPÖ-Politikers betroffen.
Herbert Kickl: „Macht mich unendlich traurig“
„Dieser Verlust ist für mich kaum in Worte zu fassen und macht mich unendlich traurig“, erklärt Herbert Kickl zum Tod von Norbert Nemeth. Der FPÖ-Chef würdigt seinen langjährigen Vertrauten als eine der tragenden Persönlichkeiten der freiheitlichen Bewegung.
Nemeth habe in einer schwierigen Phase der Partei Verantwortung übernommen und den parlamentarischen Klub mit seinem juristischen Fachwissen aufgebaut. Sein Tod hinterlasse eine große Lücke. „Sein Ableben ist aber noch mehr ein enormer menschlicher Verlust für mich“, so Kickl.
Kickl verliert einen „treuen Freund“
Besonders persönlich fällt Kickls zweite Würdigung aus. Er beschreibt Nemeth als „geistreich, reflektiert, tiefgründig, pflichtbewusst, zugleich humorvoll und charmant“.
Vor allem sei er „ein mutiger Mitkämpfer, ein treuer Freund und guter Kamerad“ gewesen. Die FPÖ werde ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
SPÖ und Grüne würdigen Norbert Nemeth
Auch politische Mitbewerber reagieren mit Bestürzung. „Es ist ein trauriger Tag für das Parlament“, erklärt SPÖ-Klubobmann Philip Kucher. Er habe Nemeth trotz politischer Gegensätze menschlich und fachlich geschätzt. Der Verstorbene habe über Parteigrenzen hinweg als Parlamentarier mit Handschlagqualität und juristischer Expertise gegolten.
Grünen-Politikerin Sigrid Maurer erinnert an die professionelle Zusammenarbeit. Trotz großer politischer Differenzen sei der persönliche Umgang von Fairness geprägt gewesen.
ÖVP und NEOS sprechen Beileid aus
ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl und der Zweite Nationalratspräsident Peter Haubner würdigen Nemeths jahrzehntelange Arbeit für den österreichischen Parlamentarismus. In diesen Stunden stehe das Menschliche über politischen Unterschieden, erklären sie.
Auch NEOS-Klubobmann Yannick Shetty spricht der Familie und dem FPÖ-Klub sein Beileid aus. Nemeth sei ein profunder Kenner des Parlaments gewesen, der weit über Parteigrenzen hinaus geschätzt wurde.
Norbert Nemeth prägte die FPÖ seit 2006
Norbert Nemeth war seit 2006 FPÖ-Klubdirektor. Nach der Nationalratswahl 2024 zog er in den Nationalrat ein und wurde stellvertretender Klubobmann. Am Mittwoch, dem 4. November 2026, verstarb er überraschend im Alter von 57 Jahren.