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Hans Peter Doskozil beim SPÖ-Krisentreffen um Andreas Babler
Hans Peter Doskozil reist zum SPÖ-Krisentreffen nach Wien. Dort beraten die Parteispitzen mit Andreas Babler über die aktuelle Führungskrise.
Hans Peter Doskozil reist zum SPÖ-Krisentreffen nach Wien. Dort beraten die Parteispitzen mit Andreas Babler über die aktuelle Führungskrise.
APA-Images / APA / HANS KLAUS TECHT

Babler-Putsch: Doskozil reist nach Wien

01.10.2026 um 15:02, Stefanie Hermann
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Der Machtkampf in der SPÖ spitzt sich zu. Hans Peter Doskozil reist nach Wien und trifft am Sonntag auf Andreas Babler und die roten Parteispitzen.

In der SPÖ spitzt sich der Machtkampf um Andreas Babler weiter zu. Am Sonntag kommen die mächtigen Landesorganisationen in Wien zum Krisengipfel zusammen, um über die Zukunft der Partei zu beraten. Einer wird dabei besonders genau beobachtet werden: Hans Peter Doskozil. Der burgenländische Landeshauptmann reist zum Treffen an und könnte damit bei der entscheidenden Aussprache über Bablers Zukunft mit am Tisch sitzen.

​Doskozil kommt zum Babler-Treffen

Doskozil zählt seit Jahren zu den prominentesten Kritikern des Kurses der Bundes-SPÖ. Dass er am Sonntag tatsächlich dabei sein wird, wurde am Donnerstag aus seinem Büro bestätigt. Inhaltlich hält sich der burgenländische SPÖ-Chef vor dem Treffen allerdings bedeckt. 

Das Treffen findet am Sonntagnachmittag statt. Neben den Landesorganisationen nehmen auch ÖGB-Chef Wolfgang Katzian und SPÖ-Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner teil.

​Doskozil gegen Babler, aber auch gegen Zeiler

Wer nun glaubt, Doskozil würde sich automatisch hinter Babler-Herausforderer Gerhard Zeiler stellen, irrt. Der Burgenländer hält von dieser Variante ebenfalls wenig.

Schon bevor Zeiler seine Ambitionen offiziell machte, hatte Doskozil einen weiteren, wie er es formulierte, „linken Kandidaten“ als wenig geeignete Lösung bezeichnet. Zeiler wäre für ihn „kein Gewinn für die Partei“. An der ablehnenden Haltung änderte sich zuletzt nichts. Doskozil kündigte zwar ein Gespräch mit Zeiler an, blieb aber bislang bei seinem Nein zu dessen Vorstoß.

Damit wird die Sache für Babler nicht unbedingt einfacher. 

​Alte Rechnung aus dem Jahr 2023

Zwischen Babler und Doskozil gibt es eine lange Vorgeschichte. 2023 wollte Doskozil selbst SPÖ-Bundesparteichef werden. Die legendäre Wahlpanne ging in die österreichische Politikgeschichte ein. Zunächst wurde Doskozil irrtümlich zum Sieger erklärt, nach einer Überprüfung des Ergebnisses stand schließlich Babler als Parteichef fest.

Seitdem meldete sich Doskozil immer wieder mit Kritik am Kurs der Bundespartei zu Wort.

​Ludwig setzt auf Gespräche hinter verschlossenen Türen

Auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig will sich vor dem Sonntag nicht öffentlich festlegen. „Ich habe mich in den letzten Tagen zu dem Thema nicht geäußert. Ich bin in Personalangelegenheiten keine laute Stimme“, erklärt der Wiener Stadtchef.

Er wolle seinen „Beitrag im Rahmen von vertrauensvollen Gesprächen“ leisten. Dem Vernehmen nach will sich Ludwig bereits am Samstag mit den Wiener Bezirksparteichefs austauschen.

Ähnlich klingt es aus Salzburg. Bürgermeister Bernhard Auinger sieht angesichts der Umfragewerte zwar Handlungsbedarf, will den Konflikt aber nicht öffentlich austragen: „Wir diskutieren im Wohnzimmer, nicht am Balkon.“

​Für Babler wird der Sonntag zum entscheidenden Parteitreffen

Fest steht bisher vor allem eines: Andreas Babler will seinen Posten nicht freiwillig räumen. Nach Zeilers Vorstoß schloss der amtierende SPÖ-Chef einen Rücktritt aus.

Gerade deshalb bekommt das Treffen der roten Spitzen enorme Bedeutung. Offen diskutiert werden dürfte, wie viel Rückhalt Babler innerhalb der Partei überhaupt noch besitzt.

Ob daraus ein außerordentlicher Parteitag, eine Mitgliederbefragung oder ein anderes Verfahren entsteht, ist derzeit offen. Ebenso offen ist, ob neben Babler und Zeiler noch eine dritte Person ins Spiel gebracht wird.

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