Christine Lagarde tritt zurück: Warum die EZB-Chefin vorzeitig geht
- Christine Lagarde verlässt EZB vorzeitig
- Rücktritt vor Frankreich-Wahl politisch brisant
- Wer folgt Christine Lagarde als EZB-Chef?
Christine Lagarde tritt als Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorzeitig zurück, wie die EZB heute bekanntgegeben hat. Die 70-jährige Französin wird ihr Amt am 7. Februar 2027 niederlegen. Regulär wäre ihre Amtszeit erst Ende Oktober 2027 ausgelaufen. Über einen vorzeitigen Rückzug war bereits seit Längerem spekuliert worden.
Christine Lagarde verlässt EZB vorzeitig
Seit dem 1. November 2019 steht Christine Lagarde an der Spitze der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Ihre achtjährige Amtszeit endet nun rund neun Monate früher als geplant. Zuletzt hatten sich Spekulationen über einen möglichen Wechsel zum Weltwirtschaftsforum (WEF) verdichtet. Ob Lagarde tatsächlich eine neue Funktion übernimmt, ist bislang nicht bestätigt.
Rücktritt vor Frankreich-Wahl politisch brisant
Der Zeitpunkt ihres Rückzugs ist politisch bedeutend. Die europäischen Staats- und Regierungschefs können die Nachfolge an der EZB-Spitze noch vor den französischen Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 2027 regeln. Wer die Führung der europäischen Notenbank übernimmt, ist derzeit offen.
Wer folgt Christine Lagarde als EZB-Chef?
Als mögliche Nachfolger werden vor allem zwei erfahrene Notenbanker gehandelt: der Niederländer Klaas Knot und der Spanier Pablo Hernández de Cos. Beide gelten laut Reuters als Favoriten für den Spitzenposten. Eine offizielle Entscheidung über die künftige Führung der EZB steht noch aus.