Werners Auto-Blog: Das Problem mit den Ladestationen für E-Autos

In der Theorie stecke ich ein E-Auto an und es wird geladen. In der Praxis durfte ich Folgendes erleben: Bei der ersten Ladestation bekam ich die fünfmal eine Fehlermeldung und nix war mit Laden. Also fünf Kilometer weiter zur nächsten. Ein anderer Anbieter, bei dem vorher eine App aufs Handy geladen werden muss. Bis auf die Schuhgröße wird da alles abgefragt. Das dauert so zehn Minuten, dann anstecken und am Screen lese ich: „Ladevorgang gestartet“. Juhu! Nach einer halben Stunde komme ich zurück und sehe, dass insgesamt nix geladen wurde! Ganz nebenbei: Ich habe einige Stunden später eine Mail erhalten, mit der ich informiert wurde, dass mein Zugang erst in zwei Tagen freigeschaltet wird. Mit ein klein wenig Schaum vor dem Mund fahre ich weiter zur dritten – dort hat es tatsächlich geklappt.

Zur Info: Ich stehe dem Thema E-Mobilität definitiv sehr positiv gegenüber! Derartige Probleme sind leider kein Einzelfall. Also, hier einige Wünsche an die Ladesäulenbetreiber: Nicht nur einheitliche Stecker, auch einheitliche Handhabung sowie einheitliche Anmeldung erleichtern das Leben der „Lader“. Übrigens: Kein Tankstellenbetreiber würde auf die Idee kommen, eine Anmeldung, eine App oder andere Hürden einzubauen. Und wie wäre es, einfach mit Bankomat zahlen zu können? Und: Wo liegt das Problem, den kW-Preis anzuschreiben? Derartige Ladeprobleme sind außerdem ein guter Nährboden für E-Auto-Gegner. und deren Vorbehalte. Zu Recht!

Autor: Werner Christl, 12.05.2021