Umstieg auf E-Auto: Tipps für Einsteiger

Sie fahren einen Verbrenner, überlegen aber den Umstieg auf ein E-Auto? Kein Problem! Wir haben die besten Tipps für Einsteiger.
Autor: Jacqueline Klein, 02.04.2022 um 11:49 Uhr

Mittlerweile planen immer mehr Menschen elektrisch zu fahren. Auf Diesel und Benziner wird bewusst und gerne verzichtet. Die Gründe dafür sind vielseitig. Das Hauptargument für E-Autos ist vor allem das Thema Nachhaltigkeit und die viel zu hohen Spritpreise. Aber auch die Umweltprämie sowie Steuervorteile reizen viele Menschen, von ihrem alten Verbrenner auf ein Elektroauto umzusteigen. Die Welt der Elektroautos mag auf den ersten Blick befremdlich, wenn nicht zu sagen, kompliziert wirken. In Wahrheit ist es aber einfach eine Gewohnheitssache und kein Ding der Unmöglichkeit – sofern Sie ein paar Tipps für Einsteiger beachten.

Lohnt sich ein Elektroauto für mich?

Immer mehr Autofahrer beschäftigen sich derzeit mit dem Umstieg auf ein sauberes Elektroauto. Doch so begeistert viele im ersten Moment sind, der Umwelt etwas Gutes zu tun, beim Kauf wird gezögert. Viele Interessenten klagen, dass die eingeschränkte Reichweite gegen ein Elektroauto spricht. Andere wiederum finden E-Autos einfach noch zu teuer. Außerdem spielt die Frage nach einer Ladesäule in der Nähe des Wohnortes eine große Rolle. Und natürlich auch die Art und Weise des Fahrens, denn auch das Fahrverhalten könnte sich ändern. Da fragen sich viele Autofahrer, ob das Fahren an sich noch dasselbe sein wird. Die Vorbehalte sind also klar definiert – aber stimmen sie auch?

Nicht außer Acht zu lassen ist, dass die Akkus der E-Autos vor einigen Jahren tatsächlich nur eine sehr geringe Reichweite hatten. Da ist die Befürchtung groß, dass dem Elektroauto mitten auf der Straße der Strom ausgeht. Die Ängste sind demnach begründet – doch hat sich hier viel Neues getan. Aktuelle Elektroautos kommen mittlerweile schon sehr weit. Zudem arbeiten viele Automobilhersteller daran, günstigere E-Autos in ihr Sortiment zu integrieren. Ebenso steigen die Zulassungszahlen für Elektroautos, was bedeutet, dass die Kaufpreise in Zukunft immer weiter sinken werden.

E-Autos bei der Ladestation | Credit: iStock.com/sl-f

So gelingt der Umstieg aufs E-Auto

Elektroautos haben viele Vorteile gegenüber Diesel und Benziner. Sie beschleunigen viel leiser als Verbrenner. Beim Bremsen gewinnen sie Energie zurück. Und besonders im Stadtverkehr zeigen E-Autos ihre Stärken. Außerdem kommen E-Autos – trotz vieler Skeptiker – mit Fahrspaß und vor allem mit Umweltbewusstsein um die Ecke. Denn E-Autos fahren emissionsfrei und produzieren keine Abgase. Das sorgt für bessere Luft und für weniger Lärm. Endlich überzeugt? Dann haben wir fünf Tipps für Sie, um Ihnen den Umstieg zu erleichtern:

Tipp 1: Das passende Elektroauto

Bevor ein neues Fahrzeug gekauft wird, sollte man wissen, welche Anforderungen man an sein künftiges Auto – oder eben E-Auto – hat. Dieser erste Schritt erleichtert schon mal die Wahl des Modells erheblich. Dabei geht es um Fragen wie: Wird das Elektroauto innerhalb der Familie von einer oder mehreren Personen genutzt? Nutzt man es vorwiegend für das Pendeln zwischen dem Zuhause und dem Arbeitsplatz? Soll das Auto gekauft oder geleast werden? Es gibt mehrere Aspekte, die beim Kauf eines E-Autos eine wichtige Rolle spielen. Die Analyse der eigenen Gewohnheiten in Sachen Mobilität ist daher die beste Empfehlung für Sie, um das richtige E-Auto für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Sie müssen aber nicht sofort auf ein Voll-Elektroauto umsteigen. Auch bei E-Autos gibt es ein paar Abstufungen, die Ihnen den Umstieg erleichtern können. Unterschieden wird zwischen Mild-Hybride, Hybrid, Plug-In und E-Auto. Einen besonderen Namen hat sich hier der Autohersteller Hyundai gemacht. Denn Hyundai verfügt im Moment über die breiteste Palette an Elektroautos:

Modellpalette von Hyundai
Mild-Hybride Hybrid Plug-In E-Auto

Hyundai i20 
 

Hyundai
KONA Hybrid

Hyundai
IONIQ Plug-In
Hyundai IONIQ Elektro
Hyundai BAYON Hyundai
TUCSON Hybrid
Hyundai
TUCSON Plug-In
Hyundai KONA Elektro
Hyundai i30   Hyundai
SANTA FE Plug-In
Hyundai IONIQ 5
Hyundai KONA      
Hyundai TUCSON      

 

Tipp 2: Ladesituation klären

Wer darüber nachdenkt, ein E-Auto zu kaufen, wird sich höchstwahrscheinlich auch die Frage stellen, wie und wo es geladen werden kann. Dabei ist es recht unkompliziert, ein E-Auto zu laden. Zu Hause lässt sich ein Elektroauto über ein Mode-2-Kabel und das eingebaute Ladegerät an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose aufladen. Allerdings kann das Laden so bis zu 15 Stunden oder sogar länger dauern. Natürlich hängt die genaue Ladezeit davon ab, wie groß und voll der Akku ist. Weitaus schneller geht das Laden mit einer sogenannten Wallbox. Das ist eine professionelle Ladestation für zu Hause. Sie wird an der Wand vor der Garage oder dem Carport befestigt und anschließend an einen Starkstromanschluss angeschlossen. Somit ist der Akku der Elektroautos oft schon nach ein bis vier Stunden komplett aufgeladen. Mittlerweile bieten auch schon viele Autohersteller passende Wallboxen zu ihren Elektromodellen an, was das Aufladen erheblich erleichtert.

E-Auto bei der Wallbox | Credit: iStock.com/Sven Loeffler

Tipp 3: Kosten kalkulieren

Im ersten Moment sind die höheren Preise für ein Elektroauto abschreckend. Doch auf lange Sicht hin werden die Kosten für Wartung und Betrieb ausgeglichen. Vor allem Vielfahrer zögern noch, ein E-Auto zu kaufen, obwohl preislich gesehen Strom günstiger als Benzin und Diesel ist. Auch die Wartung von Elektroautos ist deutlich günstiger, da die Inspektionen oft kleiner ausfallen als bei Verbrenner. Dies ist darauf zurückzuführen, dass verschleißanfällige Bauteile und Komponenten wie Zündkerzen, Getriebe und Kupplung im E-Auto nicht vorhanden sind. Auch die Kosten für einen Ölwechsel entfallen. Werden die Betriebskosten bestehend aus Verbrauch, Kfz-Steuer, Versicherung, Verschleiß und Wartung summiert, steigen Elektroautos billiger aus als Diesel oder Benziner. Fahrer von E-Autos profitieren darüber hinaus von der Befreiung der Kfz-Steuer.

Tipp 4: Förderungen organisieren

Auch 2022 wird der Kauf von E-Autos finanziell unterstützt. Insgesamt steht für die E-Mobilitätsoffensive 167,2 Millionen Euro zur Verfügung. Für reine Elektroautos – also Batterie-Elektrofahrzeuge – erhalten Privatpersonen bis zu 9.000 Euro. Auch gebrauchte Elektroautos werden seit 2020 unter bestimmten Kriterien gefördert. Ebenso erhalten Sie Förderungen bei der Ladestation. Für eine private Wallbox in Ihrem Haus etwa belaufen sich die Zuschüsse auf bis zu 600 Euro. Ungefähr 1.800 Euro sind es bei einer Heimladestation im Mehrparteienhaus in einer Gemeinschaftsanlage.

E-Auto fährt auf langer Straße | Credit: iStock..com/Mykola Pokhodzhay

Tipp 5: Reichweite beachten

Elektroautos sind nicht nur für Fahrer von Kurzstrecken interessant. Die umweltfreundlichen Modelle wirken auch überzeugend auf Mittel- und Langstreckenfahrer. Somit machen E-Autos auf Reisen eine ebenso gute Figur wie Verbrenner. Die Onboard-Navigation von Elektroautos hilft bei der Planung der Reiseroute und zeigt verlässlich die nächstgelegenen Ladestationen an. Elektroautos sorgen also für einen umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Fahrspaß zugleich. Die Reichweite von E-Autos variiert derzeit von 120 bis 500 Kilometern mit vollem Akku. Je nach Fahrstil, Wetterbedingungen und Alter der Batterie kann dieser Wert natürlich schwanken.

Fazit: Mit ein wenig Vorbereitung und den richtigen Tipps klappt der Umstieg von einem Verbrenner auf ein E-Auto reibungslos. Probieren Sie es einfach aus. Und das am besten mit einer Probefahrt!