Test VW T-Roc Cabriolet – Wie fährt sich ein Cabrio im Herbst?

Ein Cabrio-Test im Oktober ist vielleicht nicht unbedingt optimal. Allerdings haben Herbst und Winter in Österreich die Gewohnheit etwa sechs Monate zu dauern. Insofern testeten wir das T-Roc Cabrio unter normalen Bedingungen.
Autor: Werner Christl, 10.10.2022 um 13:21 Uhr

Cabriotest im Oktober

Außentemperatur 13 Grad dazu leichte Bewölkung – optimales Cabriowetter. Also Dach öffnen, was elektrisch in neun Sekunden über die Bühne geht und dies auch während langsamer Fahrt. Ob der doch frischen Temperaturen sicherheitshalber das Windschott aufgestellt und los geht’s. Und siehe da, im Cockpit wird einem nicht die Rübe weggeblasen. Tatsächlich ist es bei eingeschalteter Heizung überhaupt kein Problem ohne Dach über dem Kopf zu fahren. Im Ernst: es gibt wenige Cabrios in denen es auch bei höheren Geschwindigkeiten praktisch windfrei ist. Die 378,- Euro für das Windschott sind jedenfalls gut angelegt. Regenfrei ist der T-Roc jedoch nicht, was wir eine halbe Stunde später bemerkten. Also Dach zu und drauf geachtet, wie schalldicht das Dachl ist. Bewertung: passt gut – man merkt aber doch, dass man in einem Cabrio sitzt.

Foto: ©Werner Christl

Alltagstauglichkeit

Das Kofferraumvolumen fällt eher klein aus, was aber dem geschuldet ist, dass wir von einem Cabrio sprechen. Cabrios mit großem Kofferraum gibt es de facto nicht. Im Falle des T-Roc sind es 284 Liter Ladevolumen. Fahrer und Beifahrer haben gute Platzverhältnisse – ohne Abstriche. Auf den hinteren Rängen geht es etwas enger zu. Langstrecken sind so gesehen für Mitreisende auf den Rücksitzen (2 Personen) eher anstrengend. Aber auch das ist „typisch Cabrio“. Das Stoffverdeck öffnet vollautomatisch in neun Sekunden. Wenn Regen aufkommt, schließt es sich in elf Sekunden. Das Ganze geht auch während der Fahrt. Vorausgesetzt man fährt langsam genug. Genauer gesagt 30 km/h. Wir möchten ja nicht, dass uns das Dachl um die Ohren fliegt. Aber das lässt die Technik ohnehin nicht zu. Das Testcabrio war mit einem 150-PS-TSI ausgerüstet, der ganz gut zum Auto passt. Auch das Zusammenspiel des 7-Gang-DSG mit dem 1.5 TSI geht als lupenrein durch. Zusätzlich gibt es das T-Roc Cabriolet auch mit 110 PS und 6-Gang-Handschalter. Wobei wir eher die 150-PS-Version empfehlen würden. Ein bisserl Fahrspaß schadet bei einem Cabrio sicher nicht. Eine 190-PS-Variante gibt es – im Gegensatz zu T-Roc mit Dach – nicht. Beim Verbrauch sprechen wir von kombiniert 5,5 Litern (NEFZ). Der Startpreis des T-Roc Cabriolet liegt bei 31.190,- Euro,-. Das Test-Cabrio in der R-Line und mit umfangreicher Zusatz-Ausstattung wie speziellen 19-Zoll-Alurädern lag bei einem Endpreis von 53.000,- Euro.