Test: Seat Ateca Xperience - Facelift

Leistung: 150 PS

Testverbrauch/laut Werk: 7,5 Liter/6,6 Liter

Motor: 1.5 TSI Benziner

Kofferraum: 510 Liter

0 – 100 km/h: 8,5 Sekunden

Vor vier Jahren ist der erste Ateca auf die Welt gekommen. Jetzt schiebt Seat ein Facelift nach. Nachdem der Vorgänger sich 300.000 Mal verkauft hat, sind die Designer vorsichtig ans Werk gegangen. Vorne am Kühlergrill ein bisschen ­ge­tüftelt, serienmäßige Voll-­LED-Scheinwerfer eingebaut, schönere Heckleuchten und ab in den Verkaufsraum. Etwas weiter geht es optisch mit der neuen Ausstattungsvariante XPERIENCE. Diese bietet zusätzlich einen dezenten Off­road-Look mit coolen Seitenschwellern und beschönter Front- sowie Heckschürze.  Erkennbar ist der neue Ateca übrigens leicht am kursiven Schriftzug am Hinterteil. Im Innenraum setzen die Spanier auf erstaunlich viel Softtouch-­Kunststoff. Die Nähe zum VW-Konzern erkennt man sogar als Nicht-VW-­Fahrer. Heißt: Alles unkompliziert, einfach und ohne Ex­perimente durchzuführen. Knöpfchen gibt es quasi nur noch für die Klimaanlage. Alles andere läuft über die beiden Screens, was vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Der erste Screen, ein 10,25-Zoll-Virtual-Cockpit auf dem man Tacho und Co. ablesen kann. Weiters wahlweise ein 8,25- oder 9,2-Zoll-Display, das in die Mittelkonsole eingefügt ist. Bedient wird auch via Sprachassistent, der mit „Hola, Hola!“ – (Deutsch: Hallo) – zum Leben erweckt wird. 

Das Fahren.  Das Fahrwerk ist komfortabel mit einem Schuss Straffheit. Flotte Kurven sind kein Problem. Alles sehr ausgewogen. Das neu designte Lenkrad liegt gut in der Hand, die Automatik schaltet wie erwartet ruckfrei. Beim Anfahren gibt es manchmal eine kleine Techniknachdenksekunde, die aber absolut verkraftbar ist. Bei den Assistenten wurde nicht gespart, sogar teilautonomes Fahren ist möglich. Bis zu 210 km/h hält der neue Ateca die Spur und passt die Geschwindigkeit dem Verkehrsfluss automatisch an. Der Verbrauch lag im Test bei etwa 7,5 Litern. Laut Werk sind es im Schnitt 6,6 Liter. Platztechnisch passt alles vorne und hinten. Weniger Platz als beim VW Tiguan, der ist aber auch länger. Motorisch war im Testauto ein 1,5-Liter-­Benziner mit 150 PS am Werken, der nur im oberen Drehzahlbereich akustisch aufmuckte. Alternativ gibt es den Diesel mit 115 oder 150 PS sowie einen Benziner mit 115 Pferden. Der Startpreis liegt bei EUR 22.690,–. Das Testfahrzeug startet bei EUR 30.490,–. Allrad gibt es ab EUR 37.920,–.

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Autor: Werner Christl, 11.11.2020