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Ein schwarzer Opel Frontera parkt am Rande eine Gewässers. Das Auto leuchtet in der Sonne, im Hintergrund sind einige Bäume zu erkennen.
Wer möchte, kann den Deutschen als Siebensitzer ordern.
Wer möchte, kann den Deutschen als Siebensitzer ordern.
Werner Christl

Test: Opel Frontera – er ist wieder da

12.01.2025 um 11:11, Werner Christl
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Die Deutschen lassen den Opel Frontera auferstehen, nachdem er 20 Jahre von der Bildfläche verschwunden war. Im Test der 1.2 Hybrid GS.

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Der Urvater des Opel Frontera, der von 1991 bis 2004 gebaut wurde, war damals optisch durchaus ein Hingucker. Im Grunde war er aber ein als SUV getarnter ruppiger Geländewagen mit rauen Motoren und „spannendem“ Fahrverhalten in Kurven. Eigentlich ein wilder Hund!

Ein knurriger Sound

Der neue Frontera hat mit dem alten absolut nichts mehr zu tun. Parallelen gibt es maximal beim kantigen Design und auch der neue Frontera wirkt durchaus robust. Aus früheren durstigen Verbrennern wurden E-Motoren sowie kleine Hybridler. Im Test: der 1.2-Hybrid-Turbobenzi­ner mit 136 PS. Der Verbrenner arbeitet gemeinsam mit einem 28-PS-Elektromotor. Ein braves Motörchen mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,9 bis 6 Liter laut WLTP. Im Test schafften wir 6,5 Liter. Natürlich lassen sich mit dem kleinen 1.2-Liter-Motor keine Beschleunigungsorgien durchführen, aber im Alltag passt der Motor. Vom Sound her gesehen klingt der Verbrenner knurrig, jedoch nicht störend

Genügend Platz

Die Lenkung geht als direkt durch und ist leichtgängig. Und wie fühlt sich das Fahrwerk an? Der Frontera ist keine wackelnde Komfortschaukel und gibt sich in ­Kurven gutmütig. Eigentlich ein guter Mix. Auch in Sachen Platz gibt es nicht viel zu nörgeln. Durch das kantige Design ergibt sich für Fahrer und Passagiere ein gutes Raumgefühl. Im Kofferraum verschwinden klassenübliche 460 bis erstaunliche 1.600 Liter Ladevolumen bei umgelegten Sitzen. Wer möchte, kann den Deutschen als Siebensitzer ordern. Überraschend, denn der neue Frontera ist mit 4,38 Metern Länge sehr kompakt. 
 

Der Arbeitsplatz

Im Innenraum gibt es fast nur harten Kunststoff zu entdecken. Der wurde aber gut kaschiert. Insgesamt wirkt alles modern und aufgeräumt.  Damit Heizung und Klima nicht zur Fingerübung am Bildschirm werden, hat man netterweise einige Knöpfchen optimal platziert. Das Infotainment selbst ist ex­trem einfach strukturiert und selbsterklärend, ohne ­irgendwie abzulenken. Auch der Sitzkomfort passt gut. Der Startpreis für den günstigsten Hybrid liegt bei 25.590 Euro. Den Test-Frontera in der GS-Ausstattung gibt es ab 29.090 Euro, und rein elektrisch fährt man bereits ab erfreulichen 29.990 Euro.

Das Cockpit des Opel Frontera ist in grau gehalten, in der Mitte ist ein kleines Display zu sehen.
Das Infotainment selbst ist ex­trem einfach strukturiert und selbsterklärend, ohne ­irgendwie abzulenken.

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